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Stadtranderholung: Zwei Wochen ohne Handy und Playstation

Von: Anna Petra Thomas
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Gemeindereferentin Sabine Scheen (rechts) und Ellen Lensing-Bindels (links) basteln und bemalen mit den Kindern Gipsmasken, die sie von ihren eigenen Gesichtern angefertigt haben. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Oberbruch. Die Tradition der Ferienspiele der Pfarrei St. Aloysius Oberbruch währt bereits seit mehr als 30 Jahren. Seit drei Jahren ist ein neues Team unter der Leitung von Gemeindereferentin Sabine Scheen aktiv, das auch weiterhin in den jeweils letzten beiden Wochen zur sogenannten Stadtranderholung einlädt. Jeweils von montags bis freitags geht‘s auch in diesem Jahr mit dem Bus von der Oberbrucher Pfarrkirche auf den Jugendzeltplatz in Birgelen.

48 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren sind dieses Mal dabei. Jede Menge Bastel- und Spielangebote steht da ganz hoch im Kurs, wie etwa die Anfertigung von Gipsmasken, Geschenkkartons oder Maisbildern. Sogar lustige Kresseköpfe entstehen hier, ganz handgemacht als alten Feinstrumpfhosen und Tierstreu.

Beklebt mit Bastelaugen werden daraus lustige Gesichter, über denen schon nach kurzer Zeit grüne Haare wachsen. Der absolute Hit bleiben aber auch in diesem Jahr die bunten, geflochtenen Scoubidou-Bänder.

Dafür haben die Kinder in den Zelten sogar ihre eigenen kleinen „Geschäfte“ eingerichtet. „Bezahlt“ werden die ausgewählten Bänder dann mit einer ganz eigenen Währung. Sie besteht aus Baumrindenstücken und Tannenzapfen, die im Wald zuvor von den einzelnen Gruppen aufgesammelt wurde. Auch das Angebot an Spielen ist immens und reicht von Badminton übers Bobby-Car-Rennen bis hin zur Murmelbahn und zum Tischtennis.

Krümel-Monster-Muffins

Gemeinsam werden „Krümelmonster-Muffins“ gebacken, und die jungen Damen genießen einen „Beauty Day“ mit Schminken, Haarstyling und natürlich Photo-Shooting. Jeden Tag wird gemeinsam zu Mittag gegessen. Zwischendurch stehen den Kindern darüber hinaus Obst und Rohkost zur Verfügung. Sie alle decken abwechselnd die Tische oder beteiligen sich am Spüldienst.

Den Abschluss der beiden Wochen bildet ein gemeinsamer Ausflug ins „Irrland“ nach Twisteden. „Es ist wirklich erstaunlich, dass Kinder sich zwei Wochen lang auch mal ohne Handy und Playstation beschäftigen können“, freut sich Ellen Lensing-Bindels, die als engagierte Mutter im Organisationsteam aktiv ist.

Ihr Dank geht vor allem an die Oberbrucher Einzelhändler. Viele von ihnen hätten die Erholungsmaßnahme auch in diesem Jahr „spontan und völlig unkompliziert“ finanziell für den Kauf von Bastel- und Spielmaterialien unterstützt, ebenso wie der Pfarrgemeinderat von St. Aloysius, erzählt sie.

„Und fast alle Mütter, aber auch Väter haben mit angepackt. Das macht dann auch uns sehr viel Spaß“, sagt sie.

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