Wassenberg - Stadt stellt Hochkreuz unter Schutz

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Stadt stellt Hochkreuz unter Schutz

Von: kkli.
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Das Priestergrab auf dem Waldfriedhof in Wassenberg: Sieben herausragende Persönlichkeiten sind dort begraben.

Wassenberg. Mit Anerkennung und Dank nahm der Vorstand des Fördervereins für die Katholische Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt Wassenberg-Oberstadt zur Kenntnis, dass die Stadt und die obere Denkmalbehörde das Hochkreuzes im Eingangsbereich des Waldfriedhofes Wassenberg und das kleine Begräbnishaus aus der Zeit um die Jahrhundertwende in die Denkmalliste aufnehmen wollen.

Das Hochkreuz wurde 1935 errichtet als Ausdruck des Widerstandes der Bevölkerung gegen nationalsozialistische Bedrängungen und Vernichtungen. Das Friedhofshäuschen wird antragsgemäß inzwischen bereits als Kolumbarium genutzt. Der Antrag dazu geht auf den damaligen Heimatvereinsvorsitzenden Karl-Heinz Geiser an den Bürgermeister zurück. Die Restaurierung initiierte und besorgte ein Wassenberger Bürger.

Mit Unverständnis nahm der Förderverein später die Entscheidung im Ausschuss an, die gleichzeitig beantragte Unterschutzstellung des Priestergrabes in direkter Nähe des Hochkreuzes abzulehnen. Bei den sieben im Priestergrab bestatteten Priester an St. Georg handelt es sich um herausragende Persönlichkeiten, die sehr viel für die Gestaltung des Pfarrlebens geleistet haben. Besonders herausgestellt wird im Antrag des Fördervereins Propst Paul Spülbeck, der nach dem Krieg mit ungeheurer Energie die Bemühungen der Pfarre zum Wiederaufbau der total zerstörten Georgs-Basilika förderte. Die Basilika gehört zu den schönsten romanischen Kirchen in Deutschland (geweiht 1118).

Der Wiederaufbau des Pfarrlebens nach der NS-Zeit war zu großen Teilen das Werk von Paul Spülbeck. Der zweite Name, der im Antrag genannt wird, ist Pfarrer Ludwig Hecker. Hecker war Kaplan in St. Georg. Er baute das Pfarrleben in der rasant nach dem Krieg wachsenden Oberstadt-Pfarre auf und baute auch die Marienkirche. Unter Ludwig Hecker wuchs die Pfarre St. Marien eng zusammen. Pfarrer Hecker bleibt unvergessen. Beide Pfarrer liegen im Priester-Grab, das den beiden Pfarreien sehr viel bedeutet.

Der Antrag an Stadtrat und Denkmalspflege bleibt also bestehen. Im übrigen besorgen auch die Oberstadt-Schützen die Grabpflege. Es bleibe, so hieß es im Förderkreis, den anderen Pfarreien im Stadtgebiet selbstverständlich ungenommen, auch besondere Priesterpersönlichkeiten in ihren örtlichen Gedenkstätten unter Denkmalschutz zu stellen. Die Anregung aus der Oberstadt steht weiter im Raum und sie gilt für alle, heißt es aus dem Vorstand.

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