Stadt bringt in vier Jahren zwölf Straßen auf Vordermann

Von: kalauz
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Sanierung der Schillerstraße in Hilfarth: Die Asphaltmaschine schafft bis zu 4000 Quadratmeter am Tag. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Hilfarth. 100 Euro pro Jahr von jedem Autofahrer für die Sanierung maroder Straßen und Brücken – der Vorschlag des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) sorgt noch immer für jede Menge Diskussionsstoff.

 „Ja, geht’s noch?“, fragen sich Millionen Autofahrer, die schließlich nicht nur an der Zapfsäule, sondern auch über die Kfz-Steuer Geld abdrücken, das ja auch für den Neubau und die Sanierung der Straßen reichen müsste.

In Hückelhoven schert man sich nicht um solche Dinge, sondern macht Nägel mit Köpfen: Rund 800.000 Euro investiert die Stadt in den kommenden vier Jahren für die Beseitigung von Straßenschäden innerhalb des Stadtgebietes. Zusätzlich zu den drei bis vier Millionen Euro, die in jedem Jahr im Straßenbauetat der Stadt für den Ausbau-, Neubau und die Sanierungsmaßnahmen angesetzt sind.

„Wir hatten in den vergangenen Jahren einige harte Winter, da sind jede Menge Schlaglöcher aufgebrochen“, sagt Bürgermeister Bernd Jansen, als er an der Schillerstraße in Hilfarth an einer so genannten DSK-Maschine der Firma Possehl Spezialbau GmbH steht. DSK – das steht für „Dünne Asphaltschicht in Kaltbauweise“. Das sei eine seit vielen Jahren bewährte Methode, eine Straße komplett, aus einem Guss sozusagen, wieder auf Vordermann zu bringen. „Der Asphalt wird bei dieser Methode nicht erwärmt, er hat lediglich Umgebungstemperatur.

Selbstmischende Einbauzüge stellen den neuen Belag für die Straße unmittelbar vor dem Aufbringen her“, erklärt Michael Dirschedl, Niederlassungsleiter der Firma mit Sitz im Landkreis Mainz-Bingen, die in Hückelhoven mit dieser Methode in den kommenden vier Jahren insgesamt zwölf Straßenzüge stoßdämpferschonend auf Vordermann bringen wird: Die Arbeiten an der Kirchstraße haben begonnen, die Schillerstraße wird in der kommenden Woche fertig gestellt.

Auch das ist ein Vorteil des schon länger bekannten, aber ständig verbesserten DSK-Verfahrens: Es geht ruckzuck. „Wenn die Decke aufgetragen ist, ist die Straße zehn Minuten später für den Verkehr wieder nutzbar“, sagt Dirschedl. „Und dadurch“, ergänzt Bürgermeister Jansen, „ist die Belastung für die Anlieger ziemlich gering.“ Drei- bis viertausend Quadratmeter schafft die rund 1,2 Millionen Euro teure Maschine am Tag. Der aufgetragene Belag hat eine Lebenserwartung von im Schnitt 15 Jahren – was natürlich von der Belastung durch die Fahrzeuge abhängig ist.

Mit rund zwölf Euro pro Quadratmeter ist das von der Stadt gewählte Verfahren auch noch relativ preisgünstig. Die Anlieger in Hückelhoven bezahlen für die Erneuerung ihrer Straße: nix.

12.000 Quadratmeter

„Diese Aufwendungen für die Straßenschäden sind Investitionen, die wir zusätzlich zu den normalen Unterhaltungsmaßnahmen bereitstellen“, sagt Jansen.

Und Dr. Achim Ortmanns, Technischer Beigeordneter der Stadt, ergänzt: „Wir haben in Brachelen eine Straße, da bessern wir jedes Jahr dieselben Schlaglöcher aus. Auf die Dauer ist das teurer.“ 12.000 Quadratmeter Straße sollen in diesem Jahr mit der DSK-Methode einen neuen Belag bekommen.

Aus einem Guss gemacht, nicht durch Flickschusterei ausgebessert.

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