St. Josef: Historische Rückschau zum 100. Geburtstag

Von: Anna Petra Thomas
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Mit einem Gottesdienst hat die Pfarrei St. Josef Horst ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Diakon Michael Krause und Pfarrer Hans Schmitz ließen die Geschichte der Pfarrei noch einmal Revue passieren. Fotos (2): anna Foto: anna
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Für ihre langjährige Tätigkeit für die Pfarreiwurden Hans-Günther Schmitz (2.v.l.), Riate Penners und Josef Schieren geehrt.

Heinsberg-Horst. Mit einem festlichen Gottesdienst und einem anschließenden Pfarrfest gleich hinter der Kirche hat die Pfarrei St. Josef Horst ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Mit Blumen und Tüll ganz in Weiß und festlich geschmückt präsentierte sich das Gotteshaus, als Diakon Michael Krause zu Beginn der heiligen Messe zunächst eine Kerze zum 100-Jährigen entzündete, verziert mit dem Bild der Kirche.

Vor dessen Predigt ließ Pfarrer Hans Schmitz die Geschichte der Pfarrei noch einmal Revue passieren. Demnach war die Gemeinde Horst ursprünglich ein Teil der ausgedehnten Pfarrei Dremmen im Dekanat Heinsberg, das wiederum zur Erzdiözese Köln gehörte. Am 19. Mai 1872 wurde der Kapellen- und Kirchenbauverein Horst gegründet, der 71 Mitglieder zählte.

Obwohl durch viele Spenden die finanziellen Mittel für den Bau eines kleinen Gotteshauses zur Verfügung standen, blieb die Frage des Bauplatzes zunächst unbeantwortet. Ein Plan war, die beiden Gemeinden Porselen und Horst zu einer Gemeinde zu vereinigen und eine gemeinsame Kirche in der Mitte des Weges zwischen beiden Orten zu bauen – „auf halbem Weg nach Pueschele“, so Schmitz.

Diesen Plan unterstützte der Heinsberger Dechant im Jahre 1890 nach einer Verfügung des Erzbistums. „Es war aber zwischen beiden Gemeinden eine Einigung in dieser Sache nicht zu erzielen“, so der Pfarrer weiter.

Spatenstich

So bauten die Horster schließlich ihre eigene Kirche. Dem ersten Spatenstich am 19. September 1893 und der Grundsteinlegung am 14. Mai 1894 folgte schon am 9. Oktober 1895 die Einweihung durch den Dremmener Pfarrer Mommertz. Im Jahre 1900 wurde der erste Rektor angestellt, der Neupriester Ernst Ingenhoven aus Rath bei Ratingen. Ihm folgte ein Jahr später schon Pfarrer Franz Baron von Kesseler aus Köln, der sich um die Ausschmückung der Kirche kümmerte.

Horst blieb aber auch weiterhin eine sogenannte Rektoratskirche. 1910 erhielt die Gemeinde das Recht der eigenen Vermögensverwaltung. Dafür verlangte die Pfarrei Dremmen eine Abfindung von 12000 Reichsmark. Nach zähen Verhandlungen wurde der Betrag auf 5500 Mark Hisreduziert und beschlossen, „aber auch das ist für Horst heute immer noch zu viel“, schmunzelte Schmitz in seinem historischen Rückblick und erntete deutliche Zustimmung der Gottesdienstbesucher.

Am 1. Juli 1913 wurde Horst dann zur Pfarrei erhoben. Erster Pfarrer wurde Franz Baron von Kesseler, der bis 1922 in Horst wirkte. Seit Oktober 2005 gehört die Pfarrei St. Josef Horst zur GdG Heinsberg-Oberbruch.

Nach der Predigt ergriff Kirchenvorstandsmitglied Matthias Sausen das Wort. Gemeinsam mit Pfarrer und Diakon ehrte er drei Gemeindemitglieder für ihr langjähriges Wirken in Horst: Hans-Günther Schmitz, der 1979 Rendant wurde und sich auch heute noch um die finanziellen Belange der Pfarrei kümmert, Riate Penners, seit 1992 Küsterin von St. Josef, und Josef Schieren, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands und Pfarrgemeinderatsvorsitzender.

Beim Pfarrfest spielte der Musikverein St. Josef Horst zum Frühschoppen auf. Zum Programm gehörten zudem eine Ausstellung zur Geschichte in der Kirche und Möglichkeiten zur Besichtigung von Kirche und Turm.

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