St.-Anna-Kapelle: ein echtes Kleinod wird 150.

Von: koe
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Bemerkenswerte Figuren: Die Holzschnitzerei Anna selbdritt stammt ebenso aus dem 15. Jahrhundert wie die beiden Leuchter tragenden Engel hinter dem Altar. Fotos (2): Koenigs Foto: Koenigs
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Bemerkenswerte Figuren: Die Holzschnitzerei Anna selbdritt stammt ebenso aus dem 15. Jahrhundert wie die beiden Leuchter tragenden Engel hinter dem Altar. Fotos (2): Koenigs Foto: Koenigs

Hückelhoven-Brachelen. Die St.-Anna-Kapelle in der heutigen Form ist zweifellos ein Kleinod – zu finden an der Annastraße in Brachelen. Am 26. Juli wird ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert.

Dann werden sich die Ortsvereine um 16 Uhr beim „Postmeister“ treffen, um von dort im festlichen Zug mit dem Trommlercorps Brachelen und der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft zur St.-Anna-Kapelle zu marschieren.  Dort wird dann auf dem Vorplatz der Kapelle ein Festgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchores mit anschließender Reliquienverehrung zelebriert.

Danach ist nach dem Willen des Vorstands der Gemeinschaft der St.-Anna-Kapelle ein gemütliches Zusammensein vorgesehen, mit Unterhaltung durch die Theaterfreunde Baal, das Trommlercorps Brachelen und DJ Patrick. Für Essen und Trinken ist gesorgt, Sitzgelegenheiten in Zelten sind vorhanden – und für die Kinder ist Kinderbelustigung in vielfältiger Form angesagt. Bei schlechtem Wetter findet der Festgottesdienst in der Pfarrkirche statt.

Die Annastraße ist am Jubiläumstag gesperrt und es herrscht Parkverbot. Parkplätze in Richtung Baggersee können benutzt werden.

Cornelius Pütz, eines der fünf engagierten Vorstandsmitglieder der Gemeinschaft der St.-Anna-Kapelle, ist mit der Geschichte der Jubiläumskapelle sehr vertraut. Seiner Aussage nach reicht deren Geschichte bis zum Ende des 16. Jahrhunderts, also in die Zeit der Franzosenkriege, zurück. Damals sei die Kapelle mit Hilfe der Bewohner von Haus Blumenthal errichtet worden. Man habe 1709 die Erlaubnis erhalten, in der Kapelle Messen feiern zu dürfen. 1864 sei die Kapelle dann in der heutigen neugotischen Form erbaut und später als Denkmal bei der Denkmalbehörde eingetragen worden.

Um den religiösen Mittelpunkt des Unterdorfes haben sich in Brachelen stets viele Gläubige zum Gebet versammelt, zumal sich die Kapelle heute in beachtlichem Glanz präsentiert und Raritäten aus längst vergangener Zeit aufweisen kann – wie etwa die Skulptur Anna selbdritt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts oder die beiden von Engeln getragenen Leuchter hinter der Altarwand, die ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert stammen. Auch zwei Kelche, die von einem amerikanischen Soldaten an die letzten auf der Annastraße verbliebenen Bewohner gegen Ende des 2. Weltkriegs übergeben wurden, sind bemerkenswerte Stücke.

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