Heinsberg-Oberbruch - Spenden machen Amos beweglicher

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Spenden machen Amos beweglicher

Von: Anna Petra Thomas
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Kühlwagen, in denen die Lebensmitel, die von den Supermärkten zur Verfügung gestellt werden, frisch gehalten werden, sind für die Tafeln und den Oberbrucher Hilfsverein Amos unverzichtbar. Foto: stock/Ralph Lueger
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Der Vorstand des Oberbrucher Hilfsvereins Amos freut sich über die Höhe der Spenden. Foto: anna

Heinsberg-Oberbruch. „Immer mehr Amos-Mitarbeiter sind selbst bedürftig“, war am 14. Mai der Bericht in unserer Zeitung über die Jahresbilanz des gleichnamigen Oberbrucher Hilfsvereins überschrieben. „Ein neuer Kühlwagen wird dringend benötigt“, stand gleich darunter. Genau diese Zeile war es, die spontan eine große Hilfsbereitschaft auslöste.

10.000 Euro von zwei Spendern und eine Ausfallbürgschaft über 10.000 Euro von einem der beiden stehen mittlerweile für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs zur Verfügung.

Dabei hatte Johannes Eschweiler, Vorsitzender von Amos, dieses Problem in seinem Gespräch mit unserer Mitarbeiterin eher am Rande geschildert – neben all den Sorgen, die den Verein ansonsten umtreiben in seinem Bemühen, von Arbeitslosigkeit oder Armut betroffenen Menschen zu helfen.

Arg in die Jahre gekommen

Denn noch läuft der Wagen, aber er ist doch arg in die Jahre gekommen und müsste auf kurze Sicht ausgetauscht werden. Benötigt wird er, um all die Lebensmittel aus den Supermärkten zu holen, die frisch gehalten werden müssen, um sie dann im Amos-Laden noch an bedürftige Menschen weitergeben zu können.

Vereinsgeschäftsführerin Elfi Brockhoven staunte also nicht schlecht, als sie eines Morgens kurz nach Erscheinen des Berichts in unserer Zeitung einen Scheck auf ihrem Schreibtisch fand, ausgestellt über 5000 Euro von Wolfgang Deussen, Geschäftsführer der SBH Tiefbautechnik GmbH mit Sitz an der Ferdinand-Porsche-Straße in Heinsberg. „Ich fühlte mich durch diesen Bericht als Heinsberger Unternehmer sehr angesprochen“, erzählte er bei einem Treffen, zu dem die Vorstandsmitglieder von Amos ihn und den zweiten Spender, Robert Manstetten aus Aachen, eingeladen hatten.

„Ich denke, als Firma hier in Heinsberg hat man hier auch eine soziale Verantwortung“, so Deussen weiter, aber nicht zuletzt sei er selbst halt auch Oberbrucher. Spontan habe er in diesem Fall gedacht, dass nicht immer Staat und Stadt um Hilfe angerufen werden könnten. „Da tun wir was!“, habe er sich dann selbst gesagt.

Robert Manstetten erfuhr in einem Gespräch mit Eschweiler von dem Projekt. Beide engagieren sich gemeinsam im Bündnis für Menschenwürde und Arbeit im Bistum Aachen.

Er stellte ebenfalls 5000 Euro als eigene Spende zur Verfügung und zudem eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 10.000 Euro.

20 Werbeflächen auf dem Auto

Diese Summe soll jetzt über eine werbliche Gestaltung des neuen Fahrzeugs zusammenkommen, für die sich Vereinsmitglied Johann Schröders engagiert. Rund 20 Werbeflächen sollen auf dem Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden, zum Preis von je 500 Euro.

Realisieren wird Schröders das Projekt ehrenamtlich zusammen mit einem weiteren Vereinsmitglied, das früher in diesem Beruf tätig war. Wer den Verein bei diesem Projekt unterstützen möchte, erhält weitere Informationen bei Johann Schröders, Telefon 02452/8023, E-Mail: joh.schroeders@t-online.de.

Zu Beginn des kommenden Jahres soll das neue Kühlfahrzeug für Amos zur Verfügung stehen. „Bis dahin muss der das alte noch laufen“, hofft Eschweiler.

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