Siemens warnt: Akute Lebensgefahr

Von: Dieter Schuhmachers
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Schiene
Detailfoto einer Stromschiene mit gelbem Berührungsschutz. Foto: Siemens

Wegberg-Wildenrath. Vor akuter Lebensgefahr bei unbefugtem Betreten des Siemens-Geländes in Wegberg-Wildenrath warnte am Mittwoch das Unternehmen. Mit Zuschaltung einer seitlichen, dritten, 6,1 Kilometer langen Stromschiene vom Freitag, 30. August, an wappnet sich das Prüf- und Validationcenter für Schienenfahrzeuge und Bahninfrastruktur in Wildenrath für einen Siemens-Großauftrag.

Wie berichtet, hatte das Unternehmen einen Auftrag in Höhe von umgerechnet rund 1,8 Millarden Euro erhalten und wird dafür Desiro-City-Züge mit 1140 Wagen nach Großbritannien liefern. Die in Krefeld gebauten Züge sollen die neue „Thameslink“-Strecke befahren, die London in Nord-Süd-Richtung durchquert und Bedford im Nordosten der Hauptstadt mit Brighton an der Südküste verbindet.

Wie es auf britischen Bahnstrecken üblich ist, stehen die Schienenwege unter Strom. Dies bedeutet mit Blick auf die Teststrecke in Wegberg-Wildenrath, dass auch dort die Desiro-City-Züge realitätsgetreu auf stromgeführten Schienen getestet werden – mit 750 Volt elektrischer Spannung.

„Diese Spannung ist für Menschen absolut tödlich“, warnte in einer Siemens-Presseinformation am Mittwoch Robert-Andre Grootings, der Leiter des Prüf- und Validationcenters. „Schon die unmittelbare Annäherung, erst recht das Berühren dieser Stromschienen, ist lebensgefährlich. Daher empfehlen wir dringend, das gesamte Testgelände niemals unbefugt zu betreten. Es sollten zudem nie Haustiere frei auf das Gelände gelassen werden. Entsprechende Warnhinweise sind auffällig rund um die Strecke angebracht. Mit unseren verstärkten Warn- und Sicherheitshinweisen, auch mit Plakaten und Flyern, wollen wir erreichen, dass es auf unserem Testgelände auch weiterhin keine nennenswerten Schäden für Mensch und Tier geben wird.“

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