Sex und Moral: Nysterbachbühne mit neuem Dreiakter

Von: hewi
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Für große Heiterkeit sorgte die Nysterbachbühne mit der Aufführung des Dreiakters „Moral ist, wenn man es trotzdem macht“. Foto: Sommer

Erkelenz-Lövenich. Der Ort am Nysterbach ist um eine Attraktion reicher – einen Striptease-Club. Und der hat es in sich und sorgt für einiges Durcheinander in der an sich beschaulichen Welt der bigotten Dörfler. So zumindest im neuen Stück der Nysterbachbühne „Moral ist, wenn man es trotzdem macht“ von Ute Tretter-Schicker, das die lustige Laienspielschar wieder unter der Regie von Eugen Symanski auf die Beine stellte.

Da wurden Zoten gerissen auf Teufel komm raus und sehr zur Freude des Publikums. Besonders Angela Küppers-Bohn als Erna und ihr Partner Bernd Roebers als Karl sorgten bei der Premiere für eine Vielzahl der Lacher.

In dem Stück, das die Mitglieder der Nysterbachbühne nach reichlicher Lektüre ausgewählt hatten, geht es um Sex, Moral und wie man dem zweiten möglichst erfolgreich aus dem Weg geht, ohne dabei auf die Nase zu fallen. Natürlich gelang das nicht und so konnte die vergnügliche Handlung ihren Lauf nehmen.

Erwin und Helga (Erich Schmitz und Marlies Bethke) haben nicht nur eine Gastwirtschaft, sie haben auch zwei Probleme. Denn Jeronimo (Johannes Stoffels) eröffnet in Lövenich einen Strip-Club. Doch damit nicht genug – er macht auch noch gleich ihrer Tochter Sabine (Carola Althun) den Hof. Und das natürlich nicht ohne Hintergedanken, denn der verkappte Macho wie er im Buche steht ist natürlich nur hinter der Gastwirtschaft der Eltern her, die er als Mitgift einheimsen will. Sabine ist ganz von den Socken ob seines derben und selbstverliebten Macho-Charmes und würde fast in die Falle tappen, wenn da nicht die bauernschlaue und trotz ihres trotteligen Auftretens mit allen Wassern gewaschene Erna wäre, die am Ende allen den Hals rettet und den Strip-Jeronimo enttarnt als das, was er ist, nämlich „ene janz fiese Möpp“.

Auf dem Weg dahin müssen alle aber einiges über sich ergehen lassen und tappen im Strip-Club fast in die Erpresserfalle. In Lövenich reicht es eben aus, beim Strippen-Gucken fotografiert zu werden, um dann mit 15 000 Euro zur Kasse gebeten zu werden. Und das trifft nicht nur Erwin und seine Holde, sondern auch dessen Freund Jupp (Jochen Weitz), der unter dem Pantoffel seiner Angetrauten Frieda (Sabine Weitz) entschlüpfen kann, um gleich in die unlautere Fotofalle zu tappen.

Na, wenigstens trifft es diesmal nicht nur die Männer – aber mehr sollte hier nicht verraten werden, denn das Stück ist am Freitag, 22., und Samstag, 23. März, jeweils um 20 Uhr noch einmal in voller Dreiakt-Länge in der Mehrzweckhalle zu bewundern.

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