Selbst Sportmuffel mit Begeisterung bei der Sache

Von: agsb
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Nur Mut an den Ringen: Schnell war die Angst verflogen und die Kinder balancierten von Kasten zu Kasten hin und zurück. Foto: agsb
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Auch diese drei kleinen Sportler hatten ihren Spaß. Sie wirbelten in einer Kunststoffmuschel herum. Foto: agsb

Heinsberg-Grebben. Schwingen wie einst Tarzan, jedoch statt von Baum zum Baum diesmal von Kasten zu Kasten – die Schüler der Grundschule Oberbruch erlebten einen ganz besonderen Schultag. Der Stadtsportverband Heinsberg mit Vorsitzenden Willi Engels sowie Armin Schömer und Edeltraud Kreutz hatten die Sporthalle in eine Erlebniswelt, eine regelrechte Abenteuerlandschaft verwandelt.

Alle vier Klassen der Grundschule wurden dazu eigens im Stundenrhythmus zur Sporthalle chauffiert.

„Wir haben hier in der Halle zwar unseren Schulsport, aber dieser Tag ist etwas ganz Besonders“, beschrieb Lehrerin Svenja Ernst von der vierten Schulklasse ihre Gefühle zu dem ganz speziellen Event im Schulunterricht. „Durch die Anreise zum Schulsport von Oberbruch aus geht schon viel Zeit verloren, da bleibt zum Aufbau der Geräte nicht viel Zeit, wir müssen uns da schon auf ein Gerät konzentrieren. Wir müssen es ja auch wieder abbauen.“ So gehe natürlich im Normalfall viel Zeit verloren.

Die Schüler waren gleich voller Tatendrang und mit Begeisterung bei der Sache „Es ist wunderbar, das so eine Aktion angeboten wird, die meisten Gerätschaften, wie sie hier aufgebaut sind, kennen die Kinder gar nicht, das Angebot ist einfach toll“, meinte Svenja Ernst. „Die Kinder nehmen den Sport sehr gerne an. Man sieht ja auch, mit welcher Freude sie aktiv sind“, freute sich denn auch Svenja Ernst auf den Elan ihrer Klasse. Sogar manche Schüler, die ansonsten eher als Sportmuffel bekannt waren, zeigten plötzlich reges Interesse.

Die neun bis zehnjährigen Schulkinder konnten unter anderem beinahe ohne Ende lang klettern, das Balancieren über eine Bank und zwischen dem Stufenbarren machte einfach nur Spaß. Überraschung inklusive. „Über eine Bank zu laufen ist doch ganz ganz einfach“, dachten sich wohl viele, doch nach nur wenigen Schritten sprangen viele dann schon lachend herunter. Die Bank schwebte am anderen Ende in der Luft, durch das Schwingen war das Balancieren fast unmöglich. Und unter einer umgedrehten Bank lagen viele Stöcke, da kam mächtig Bewegung ins Spiel.

Das Highlight des Tages war die Rodeomatte. Hier lagen unter einer riesigen Matte viele Bälle. Die Kinder postierten sich alle rund um die Matte. Zwei oder drei Kinder standen auf der Matte und dann begannen alle, die Matte zu bewegen – meistens dauerte es nur Sekunden, bis alle unter lautem Gelächter weich auf dem Hosenboden landeten. Einige hielten jedoch mehrere Sekunden aus und zeigten so ihre Geschicklichkeit.

Es gab auch eine Rückzugsecke, aber auch hier blieb kein Kind nur eine Sekunde ohne Bewegung – die Kids konnten sich nach Herzenslust eine Stunde lang austoben. Willi Engels freute sich auch über die Bewegung in den Gesichtern der Kinder, alle wünschten sich, das ein solch toller Sportunterricht sich bald wiederhole.

Ein neues Projekt startet der Stadtsportbund übrigens im kommenden Jahr. Dann sollen auch die Kindergartenkinder an den Sport herangeführt werden. 18 Kindertagesstätten wurden angeschrieben. Die Resonanz war für Willi Engels überwältigend, 14 positive Rückmeldungen erreichten den Stadtsportverband Heinsberg. Die Teilnahme lohnt sich in jedem Fall, denn die Kita-Kids können das Kindersportabzeichen (Kibaz) erlangen.

Die nächste Schulaktion Erlebniswelt/Abenteuerlandschaft findet am 28. November (8 bis 12 Uhr) in der Sonnenscheinschule Heinsberg statt.

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