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Schwesterherz will jetzt den Karneval rocken

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Die beiden „Bauerntöchter“ Isabell und Jeanette Classen, wie sie sich auf der Homepage ihrer Band selbst nennen, streben nach ihrer Karriere auf den Musical- und Theaterbühnen in den Karneval. Foto: Linda Biewald

Hückelhoven-Hilfarth. Isabell und Jeanette Classen haben sich auf den Musical- und Theaterbühnen einen guten Namen gemacht. Nun streben die beiden Hilfartherinnen mit Schwung und viel Energie auf die Karnevalsbühnen.

Gemeinsam mit drei Musikern haben sie Anfang des Jahres die Band Sösterhätz (Schwesterherz) ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Sie wollen im rheinischen Karneval zu den ganz Großen vordringen.

Gelingen soll ihnen dies mit einem für den Karneval neuen Konzept und einer Musik, die neben der karnevalistischen Stimmung vor allem Pop- und Rockelemente verbindet. Wie das auf der Bühne und vor allem beim Publikum ankommt, wird seit September live getestet. Und das mit Erfolg, denn die berüchtigten und bei einigen Bühnenkünstlern auch gefürchteten Vorstellabende im Kölner Karneval haben sie bereits gemeistert.

Das musikalisches Stehvermögen

Neben dem musikalischen Stehvermögen ist da bei Bands vor allem eines wichtig: die strikte Einhaltung der sogenannten „Gürzenichzeit“. Das sind die 90 Sekunden , die einer Band von Betreten der Bühne an bleiben, bevor sie mit ihren Instrumenten einsatzbereit zu sein hat. „Wer das nicht drauf hat, kann gleich zu Hause bleiben“, weiß Isabell Classen.

Also wurden Rollen unter Schlagzeug und Keyboard montiert und geübt. Den Instrumenten kommt bei den Auftritten eine wichtige Rolle zu, denn Sösterhätz verzichtet auf Playback. Somit wird jeder Ton und jeder Taktschlag live auf der Bühne gespielt. Auch das ist im Karneval schon eher eine Seltenheit.

Die festen Standbeine

Von der Kölner Presse wurden sie respektvoll als „Revue Girls“ bezeichnet, die nun in den Karneval drängen. Und der Karneval kann immer eine gehörige Portion frischen Wind gebrauchen. „Karnevalistisch gesehen sind wir ein Nischenprodukt“, erklärt Isabell Classen selbstbewusst. „Das macht uns interessant.“ Musical und Theater werden auch weiterhin für beide feste Standbeine bleiben, aber irgendwann würden sie schon gerne nur von ihrer Musik leben können.

Die beiden „Bauerntöchter“, wie sie sich auf der Homepage der Band selbst nennen, haben ihr Fach von der Pike auf gelernt. Schon früh schnupperten sie im Hilfarther Karneval bei Sodekamp die erste Bühnenluft. Nach der Schule studierten beide unter anderem Musical und sind auf den großen Bühnen Deutschlands oft zu sehen und zu hören, unter anderem in Produktionen wie „ABBA“, „Hair“ oder „My fair Lady“.

Und obwohl sich ihre Lebenswege sehr ähneln, brauchten sie noch bis Dezember 2012, bevor sie zum ersten Mal wieder zusammen auf einer Bühne standen. Und zwar mit einem Weihnachtsprogramm, zu dem sie in die evangelische Kirche nach Hückelhoven eingeladen hatten. Begleitet wurden sie da schon von ihrem Keyboarder Christian, mit dem sie zusammen dann den Grundstein für Sösterhätz legten. Für die Texte zeichnen sich Jeanette und Isabell in Teamarbeit verantwortlich.

So entstehen Texte, die ihnen auf den Leib geschneidert sind und dementsprechend glaubhaft t rüberkommen. Hörproben gibt es auch auf der Homepage der beiden „Bauerntöchter“.

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