Hückelhoven - Schulen wissen: „Mathe schützt nicht vor Ertrinken“

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Schulen wissen: „Mathe schützt nicht vor Ertrinken“

Von: koe
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Auch im Hückelhovener Hallenbad hieß die Devise „Mathe schützt nicht vor Ertrinken“. Das Engagement der Kleinen war groß. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Dass es der Gesundheit zuträglich ist, regelmäßig Sport zu treiben, dürfte mittlerweile wohl jeder wissen. Aber an den Schulen setzt sich auch immer mehr der Gedanke durch: „Mathe schützt nicht vor Ertrinken“.

Genau so lautet der Titel eines Projekts, das vom Regionalen Bildungsbüro des Kreises Heinsberg und dem Kreissportbund in Zusammenarbeit mit der DLRG und den örtlichen Schwimm- und Sportvereinen umgesetzt wird. Hierbei gehen die Verantwortlichen davon aus, dass an jeder fünften Schule ein Drittel der Schüler in der 4. Klasse nicht schwimmen kann, was auch für den Kreis Heinsberg zutrifft. In Erkelenz und Hückelhoven sind jetzt mehr als 25 Schwimmlehrer damit beschäftigt, diesem Trend entgegenzuwirken.

50 Prozent Nichtschwimmer

In Erkelenz beteiligen sich alle zehn Grundschulen der Stadt mit etwa 451 Erstklässlern an den Standorten im Erka-Bad und im Schwimmbad Gerderath an dem Projekt. Der Nichtschwimmeranteil wurde hier zu Projektbeginn mit knapp 50 Prozent angegeben. In Hückelhoven wurde der Nichtschwimmeranteil zu Projektbeginn mit 66 Prozent angegeben.

Fast jedes Kind soll teilnehmen

Nach der Umsetzung des Projektes soll nach Möglichkeitkein Kind mehr zur weiterführenden Schule wechseln, ohne an diesem Projekt teilgenommen zu haben. Insgesamt werden bis zum Ende des Jahres 2018 durch die Beteiligung der Kommunen Erkelenz, Hückelhoven, Geilenkirchen, Wegberg und erstmals Übach-Palenberg etwa 4700 Schülerinnen und Schüler am Projekt „Mathe schützt nicht vor Ertrinken“ teilgenommen haben.

Es versteht sich daher von selbst, dass in den Schwimmbädern jede Menge los war. Lehrkräfte und Eltern brachten sich ebenfalls ein, die Nichtschwimmerquote im Kreisgebiet zu senken. Im Hückelhovener Hallenbad vertrat auch der Erste Beigeordnete der Stadt, Helmut Holländer, die Meinung der Notwendigkeit des Projektes, und in Sachen „Elternbereitschaft“ führte er aus, dass es viele Eltern gebe, die sich engagieren.

Doch gerade für jene, die dieses Engagement vermissen lassen, müsse man dieses Projekt unbedingt durchführen. Helmut Holländer freute sich außerdem, dass es in den Schulen im Hinblick auf das Projekt offenbar keinen Widerstand gebe.

 

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