Schüler machen sich stark gegen Rechts

Von: Anna Petra Thomas
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Pia Rütten, Kartin Derbort und Stefanie Velling (von rechts) bei ihrer Premiere. Sie führten die Besucher der Eröffnungsfeier durch die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ in der Heinsberger Realschule Im Klevchen. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ lautet der Titel einer Ausstellung des Forums Jugend und Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung, die noch bis zum 21. März in der Heinsberger Realschule Im Klevchen zu sehen ist.

Auf 15 Tafeln zeigt sie, welche Gefahren der Rechtsextremismus für Demokratie und Menschenrechte darstellt. Die Ausstellung informiert über die verschiedenen Facetten von Rechtsextremismus mit speziellem Fokus auf Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen. Mögliche Ursachen und Ausprägungen rechtsextremer Einstellungen werden dargestellt und es wird aufgezeigt, welche Formen rechtsextremes Verhalten annehmen kann.

Den Anlass, die Ausstellung in der Schule zu zeigen, bettete Schulleiter Reinhard Welters in seiner Ansprache zur Eröffnung ein in das Engagement der Schule als Projektschule der UNESCO. Dieses zeige sich vor allem in dem Bestreben, andere Menschen kennenzulernen und anderen Menschen zu helfen. „Wir als Schule mit den Familien von Schülerinnen und Schülern aus über 40 Nationen empfinden das als spannend und bereichernd“, erklärte er.

Theaterstücke zur Problematik des Nationalsozialismus würden ergänzt durch die Vorführung des Films „Schindlers Liste“ für die Abschlussschüler. Er und seine Kollegen hätten allerdings das Gefühl, für die Werte des demokratischen Miteinanders immer stärker kämpfen zu müssen, erklärte er und berichtete, dass ihm gerade erst kostenlose Stundenpläne für seine Schüler angeboten worden seien mit dem Aufdruck „Natürlich deutsch – NPD“. Der Kreis Heinsberg sei „keine Insel der Glückseligen“, erklärte Landrat Stephan Pusch in seinem Grußwort mit Blick auf rechtsextreme Aktivitäten, nicht zuletzt in seiner Funktion als Leiter der Kreispolizeibehörde.

Das Thema Migration sei so alt wie die Menschheit, fuhr er fort. „Jeder sollte das Recht haben, da zu leben, wo es ihm besser geht, wo er sein Glück finden kann“, betonte er. Und so sei es auch für ihn ein großes Ziel für die anstehenden Kommunalwahlen, dass es keine Erfolge mehr für „Irregeleitete“ gebe. „Wir müssen rechten Tendenzen entschlossen entgegentreten!“

Bürgermeister Wolfgang Dieder lobte ebenfalls das Engagement dieser „Vorzeigeschule“, wie er sagte. „Ich bin stolz darauf, wie ihr euch engagiert“, wandte er sich vor allem an die Zehntklässler, die sich eigens fortgebildet hatten, um Besucher durch die Ausstellung zu führen. Drei von ihnen, Katrin Derbort, Pia Rütten und Stefanie Velling, führten dann auch gleich die Besucher der Eröffnungsfeier durch die Ausstellung. Und der Schulleiter freute sich, dass noch am Eröffnungstag eine Klasse des Gymnasiums in die Realschule kam, um die Ausstellung zu besuchen. Eine Führung durch die Ausstellung dauert zwischen 45 und 60 Minuten. Schulen, die an einem Besuch interessiert sind, erhalten weitere Information im Büro der Realschule, Telefon 02452/5028.

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