Schüler denken Weihnachten auch an andere

Von: Helmut Wichlatz
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Im Hückelhovener Gymnasium fand jetzt die Spendenübergabe der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ für Kinder statt. Foto: Koenigs
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Die Klassen 2b und 3d der Franziskusschule in Erkelenz führen in der Christmette in St. Lambertus in Erkelenz dieses Jahr das Krippenspiel auf. Die Schule wechselt sich mit dem Kindergarten ab. Foto: Helmut Wichlatz

Hückelhoven/Erkelenz. Weihnachten rückt näher, und vor allem bei Kindern und Jugendlichen macht sich eine spürbare Unruhe breit. Da werden Wunschzettel geschrieben, Wünsche umdisponiert und den Eltern gaukelt man des lieben Friedens halber vor, man glaube noch an den Weihnachtsmann.

Doch auch das Engagement für andere kommt bei vielen Kindern und Jugendlichen nicht zu kurz. Vor allem an den Schulen wird darauf geachtet, dass die Idee des Weihnachtsfestes sich bei den Schülern nicht nur in Mediamarkt-Gutscheinen und Besitzstandserweiterung niederschlägt.

Beispiel Gymnasium Hückelhoven: Seit acht Jahren werden dort regelmäßig in der Vorweihnachtszeit Pakete für Kinder in Not gepackt. Bislang wurden die Paketspenden nach Rumänien geschickt. In diesem Jahr war erstmals die Hückelhovener Tafel Adressat der Spenden. „Die Teilnahme an der Aktion ist natürlich freiwillig“, betont Barbara Knubben.

Die Lehrerin freut sich aber darüber, dass jedes Jahr, wenn es auf Weihnachten zugeht, Schüler zu ihr kommen und fragen, wann es denn losgeht. „Die Schüler geben gerne und machen sich wirklich Gedanken, was Jungs und Mädchen wohl gerne hätten.“

Und so kamen in diesem Jahr rund 70 Pakete zusammen, die der Tafel zum Verteilen übergeben werden konnten. Versehen waren sie mit Zetteln, die Auskunft über den Inhalt geben. „Mädchen sieben bis zehn Jahre“ oder „Junge im Vorschulalter“ stand darauf, damit die Pakete bei der Ausgabe auch gleich den Weg zum richtigen Kind finden. Verteilt werden die Liebesgaben in der Ausgabestelle der Tafel am Friedrichplatz.

Schulleiter Arnold Krekelberg war auch voll des Lobes. „Es ist ein ermutigendes Zeichen zu sehen, dass sich die Schüler ohne Zwang auch um andere kümmern, damit sie ein schönes Weihnachtsfest haben“, erklärte er.

Die Texte sind bekannt

Beispiel Franziskusschule Erkelenz: Im Wechsel mit den Kindern des katholischen Kindergartens treten die kleinen Franziskusschüler alle zwei Jahre an, um das Krippenspiel bei der Christmette in St. Lambertus aufzuführen. Dafür wird im Vorfeld emsig geübt, schließlich soll am Ende in der voll besetzten Kirche jedes Wort sitzen. Diesmal wurden die Könige, Hirten und das Heilige Paar aus den Klassen 2b und 3d rekrutiert. Die Texte, die sie aufsagen müssen, sind eigentlich bekannt. „Allerdings schreiben wir sie so zurecht, dass sie zu den Kindern passen, die sie aufsagen müssen“, betonte Nadine Seek.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Silke Esser und Sarah Ruers sowie Diakon Kurt Esser proben sie in der Kirche unter „realen Bedingungen“. Denn es ist nicht leicht, das Mikrofon so zu halten, dass es keine Störgeräusche produziert und trotzdem auch die Besucher in den hintersten Bänken verstehen, was da vorne am Altar gesprochen wird. Dazu kommt noch, dass an Heiligabend bei der Messe mehrere hundert Besucher in der Kirche sein werden. Lampenfieber hat Paul deshalb aber nicht. „Ich bin ja einer der Könige, und das ist eine coole Rolle“, betonte er selbstbewusst.

Mit Herzblut bei der Sache

Auch Louisa-Sophie hat als einer der Hirten gleich mehrere Sätze aufzusagen. „Ich bin aber nicht nervös“, betonte sie selbstbewusst. „Schließlich haben wir ja alles genau geübt.“

Damit auch wirklich nichts schiefgehen kann, nimmt sich Esser besonders viel Zeit, um mit den jungen Akteuren alles genau durchzugehen. Denn am Dienstag muss um 15 Uhr alles klappen - von den Fürbitten bis hin zum Krippenspiel. „Ich freue mich, dass die Kinder mit so viel Herzblut bei der Sache sind“, erklärte er am Rande der Probe.

Und um ganz sicher zu sein, dass der Text auch wirklich sitzt noch einmal: „Fröhliche Weihnacht überall …“

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