Sanierte Erka-Halle wird wieder geöffnet

Von: Stefan Klassen
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Container vor dem Haupteingang: In der Erka-Halle ist für die Handwerker immer noch einiges zu tun. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Der grüne Container vor dem Haupteingang an der Krefelder Straße und die staubverschleierten Scheiben signalisieren deutlich: In und an der Erka-Halle wird kräftig gebaut. Immer noch. Denn eigentlich hatte die Sanierung im Herbst 2013 abgeschlossen sein sollen. „Doch die Arbeiten gehen nun dem Ende entgegen“, bekräftigt Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordneter der Stadt Erkelenz.

Obwohl noch nicht alle Gewerke mit ihrer Arbeit komplett fertig sind, wurde die Erka-Halle in den vergangenen Wochen punktuell wieder in Betrieb genommen. Und in dieser Woche sollen auch die Vereine wieder in ihrer gewohnten Umgebung trainieren können. Während der Sanierung, für die die Stadt 2,7 Millionen Euro einkalkuliert hat, hatten sich Erkelenzer Turnverein, Handballer, Volleyballer, der TC Blau Weiß oder der Ski- und Freizeitclub nach anderen Trainingsstätten umsehen müssen.

Unter Federführung und Moderation von Stadtsportbund und Stadtverwaltung „haben sich die Vereine im Stadtgebiet gegenseitig ausgeholfen und teilweise eigene Hallenzeiten abgegeben“, erklärt Joachim Mützke, Leiter des Amts für Sport und Bildung. So war ein Ausweichen in die anderen städtischen Hallen sowie teilweise ein Verzicht auf kostbare Trainingsstunden angesagt. Damit ist nun Schluss.

Auch die Schüler vom Cusanus-Gymasium, der Realschule und einige wenige der Hauptschule sollen ihren Schulsport wieder in der ihnen vertrauten – und fast von Grund auf einer Frischzellenkur unterzogenen – Halle ausüben können. Amtsleiter Mützke rechnet damit, dass zum Beginn des neuen Schuljahres in der kommenden Woche auf dem neuen Hallenboden losgelegt werden kann.

Dann haben auch die aufwendigen Bustransfers ein Ende, die nötig waren, um beispielsweise Realschüler nach Immerath (neu) zu transportieren. Für deren Kosten wird laut Mützke wohl die Stadt Erkelenz aufkommen müssen. Zwar habe man – so gut es ging – auf freie Kapazitäten des Linienverkehrs zurückgegriffen. Zu manchen Zeiten sei aber auch die Bestellung eines Extra-Busses notwendig geworden. Rechnung folgt.

Das gilt auch für die Arbeiten, die in und an der Erka-Halle ausgeführt wurden und teils noch werden. Noch sind zahlreiche Abnahmen nötig, Schlussrechnungen müssen noch geschrieben und geprüft werden. Technischer Beigeordneter Ansgar Lurweg spricht davon, dass es „noch offene Ansprüche“ gebe und man sich in einigen Punkten „noch einigen“ müsse.

Schließlich war es zu den nicht unerheblichen Verzögerungen im Zeitplan gekommen, weil es beim einen oder anderen der gut 20 Betriebe gehakt hatte. Folge: Der laufende Betrieb geriet ins Stocken. Ob zu wenig Mitarbeiter oder falsch angeliefertes Material – angesichts der Komplexität der Erka-Hallen-Sanierung war es dann eine Verkettung von Problemen, die zum Zeitverzug führte. Dies komme bei Bauvorhaben dieser Dimension jedoch gelegentlich vor, sagt Lurweg. Ob die Stadt Erkelenz Regressansprüche hat und stellen will, darüber „kann und will ich nichts sagen“, betont er.

Klar ist unterdessen: Obwohl der Sportbetrieb in der Halle, die ein ganz wichtiger Baustein im Sportstättenkonzept der Stadt ist, nun wieder aufgenommen wird, werden die Handwerker noch einige Zeit lang an der Krefelder Straße zu tun haben. „Das wird noch einige Wochen dauern“, sagt Lurweg.

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