Heinsberg - „Riegel vor im Rheinland“: Zwei Einbrecher erwischt

„Riegel vor im Rheinland“: Zwei Einbrecher erwischt

Von: ng
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Zwangsstopp am Parkplatz an der B 221: Im Rahmen der Großaktion gegen Wohnungseinbruch überprüfte die Polizei im Kreis Heinsberg zahlreiche Wagen und Insassen. Foto: Gottfroh

Heinsberg. Das junge Paar in dem silbernen Audi schaute schon ein wenig verdattert, als es von einem Polizeibeamten auf einen Parkplatz gewunken wurde. An sich sei eine Kontrolle ja nichts Ungewöhnliches – allerdings stoße man bei einer „normalen“ Verkehrskontrolle nicht gleich auf ein Dutzend Beamte und drei Polizei-Bullys, sagte der Fahrer, bevor er weiterfahren durfte. „Das war schon seltsam!“

So wie dem jungen Paar, das an dem Parkplatz an der B 221 nahe des Restaurants Janses Mattes einen unfreiwilligen Stopp einlegen musste, erging es am Donnerstag vielen Autofahren. Denn auch die Polizei im Kreis Heinsberg beteiligte sich an dem landesweiten Schwerpunkteinsatz gegen den Wohnungseinbruch. Die Aktion war Teil der Kampagne „Riegel vor im Rheinland!“

Ziel der Aktion sei es, durch mobile und stationäre Kontrollen, bei denen am Donnerstag etwa 70 Beamte in Uniform und in Zivil eingesetzt wurden, den Druck auf Einbrecherbanden erhöhen, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken. Die Fallzahlen der Wohnungseinbrüche befinden sich noch immer auf hohem Niveau. 821 Einbrüche wurden der Polizei im Jahr 2011 gemeldet – und auch im vergangenen Jahr ist die Größenordnung vergleichbar. „Grund genug, die Banden mit solchen Aktionen abzuschrecken“, sagt Frenken.

Durch ein Kontrollhoch sollten die Delikte reduziert werden. „Oft handelt es sich um reisende südosteuropäische Täter. Ziel solcher Aktionen ist es auch, Erkenntnisse über Strukturen von Einbrecherbanden zu erstellen und auszuwerten und Bewegungsprofile der Täter anzufertigen“, so Frenken.

Und natürlich sucht die Polizei auch nach Einbruchswerkzeug und Beute – die Beamten hoffen, den einen oder anderen bei der Vorbereitung eines Einbruchs oder sogar unmittelbar nach einem Einbruch zu überführen.

Bei dem Pärchen in dem silbernen Audi bewiesen die Beamten einen ziemlich guten Riecher. Immerhin war der Wagen voll mit Hausrat: auf dem Rücksitz angeschnallt der Fernseher, in großen Wäschewannen Geschirr und Tischdecken. Allerdings, so stellte sich schnell heraus, handelte es sich bei den beiden nicht um ein Einbrecherpärchen, sondern um ein Paar, das gerade mitten im Umzug steckte.

Insgesamt 38 Fahrzeuge und 45 Personen wurden bis zum späten Nachmittag angehalten. Zwar konnten dabei keine Einbrecher auf frischer Tat erwischt werden, doch gelang es der Polizei, zwei Personen vorläufig festzunehmen, die mit Haftbefehl gesucht wurden. Beide Männer sind der Polizei als Einbrecher bekannt. Auch konnten im Rahmen der Kontrollmaßnahmen eine Verkehrsunfallflucht geklärt und ein Autofahrer ohne Führerschein gestellt werden.

Die Polizei bittet die Bevölkerung noch einmal darum, Verdächtige Personen in der Nachbarschaft der Polizei zu melden. „So können Einbrüche verhindert werden“, sagt Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken.

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