Rechtsextreme demonstrieren in Randerath

Von: gego
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Rund 80 Rechtsextreme haben am Samstag in Randerath demonstriert. Foto: Georg Schmitz

Randerath. Die von Rechtsextremisten organisierte Demonstration im Heinsberger Ortsteil Randerath ist ohne nennenswerte Zwischenfälle vonstatten gegangen, mehr Positives gab es am Samstag aus Randerath nicht zu berichten.

83 Menschen demonstrierten mit mehreren Kundgebungen und einem Gang durch den Ort für die Wiedereinführung der Todesstrafe. Der Hintergrund ist der Zuzug des aus der Haft entlassenen Sexualstraftäters Karl D. nach Randerath, der im Moment bei seinem Bruder und dessen Familie wohnt. In Randerath und Umgebung waren am Samstag nach Schätzungen bis zu 400 Polizisten im Einsatz.

Gegendemonstrationen waren nicht angemeldet worden. Eine vom Erkelenzer Kulturmanager Christoph Stolzenberg initiierte „Wanderung gegen Rechts” von Erkelenz nach Geilenkirchen wurde in Randerath gestoppt und aus Sicherheitsgründen beendet. Stolzenberg und einige Jugendliche wurden nicht in die Nähe der rechtsextremen Demonstranten gelassen.

Die Randerather Bevölkerung zeigte indes kaum Interesse an der Demonstration. Es mögen knapp 100 Schaulustige gewesen sein, die dem Aufmarsch und den Kundgebungen folgten. Die Teilnahme der Demonstranten am sogenannten Bürgerprotest, der seit dem 2. März abendlich vor D.s Wohnung stattfindet, lehnten die Initiatoren dieses Protests ab und beendeten sofort die auch für diesen Samstag vorgesehene Aktion. Die Demonstranten verließen daraufhin in Polizeibegleitung den Ort.

Bei der Anreise eines Teils der Demonstranten ist es im Zug von Aachen zum Bahnhof in Lindern zu einer Schlägerei gekommen. Dabei verletzte eine 15-jährige Demonstrantin einen Fahrgast. Das Mädchen wurde angezeigt. Karl D. hat von alledem wohl nichts mitbekommen. Nach Informationen dieser Zeitung hatten D. und die Familie seines Bruders am frühen Samstagmorgen den Ort in Begleitung von Polizisten verlassen.
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