Kreis Heinsberg - Projekt: Damit Schüler sicher mit dem Internet umgehen

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Projekt: Damit Schüler sicher mit dem Internet umgehen

Von: mabie
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Schüler vom Kreisgymnasium Heinsberg, vom Gymnasium Hückelhoven und von der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg wurden im Rahmen des vom Starke-Kids-Netzwerk der AOK initiierten Projekts „Sicherheit im Netz“ bei der CSB-System AG in Geilenkirchen geschult. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. „Gib mal das Foto rüber“ oder „Hey, den Song will ich auch“: So laufen ganz normale Unterhaltungen unter Schülern, wenn sie sich mit ihren Freunden im weltweiten Netz bewegen. Welche Konsequenzen nicht nur die Weitergabe von Daten haben kann, darüber informiert das vom Starke-Kids-Netzwerk der AOK initiierte Projekt „Sicherheit im Netz“.

Das Projekt wird mit Unterstützung der Arbeitsgruppe Jugendschutz im Kreis Heinsberg, der Jugendämter und der Kreispolizeibehörde realisiert.

Bei einer Schulung in den Räumlichkeiten der CSB-System AG, ­einem von Geilenkirchen aus weltweit agierenden Softwareunternehmen, wurden jetzt wieder „Peers“ ausgebildet. Diese Schüler aus den neunten Klassen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren lernten, was Sicherheit im Netz ausmacht, um das Gelernte später an ihre jüngeren Schulkameraden weiterzugeben. „Die jungen Leute werden geschult, um später jüngeren Schülern ihr Wissen zu vermitteln beziehungsweise sie für den richtigen Umgang mit dem Internet zu sensibilisieren“, erklärte Peter Wiese vom Jugendamt der Stadt Hückelhoven dazu.

Die jungen Menschen vom Kreisgymnasium Heinsberg, vom Gymnasium ­Hückelhoven und von der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg wurden fit gemacht, um die Chancen, aber auch die Risiken zu erkennen, die das weltweite Datennetzwerk mit sich bringt. Schon vor Ort lernten sie, genau auf geschützte Bereiche zu achten. So waren sie in einem Unternehmen der Datenbranche zu Gast, wo es Türen gab, die für Besucher verschlossen bleiben, und wo es Bereiche gibt, in denen ihr Besuch willkommen ist. An diesem kleinen Beispiel wurde ihnen schnell und anschaulich deutlich gemacht, dass das Internet ebenso eine Plattform mit offenen und gesperrten Bereichen sein kann.

Lehrer, Eltern, Schule

„Ganz wichtig dabei ist, dass die Schule das Projekt mitträgt und die Lehrer dahinterstehen“, unterstrich der stellvertretende AOK-Regionaldirektor Peter von der Forst. Natürlich tragen auch die Eltern mit zum Erfolg der Aktion bei, die mit dieser eintägigen Schulung der 37 jungen Menschen nicht vorbei ist.

„Denn die Eltern tragen eine große Verantwortung bei der Medienerziehung ihrer Kinder“, wusste Psychologin Lyra Anton zu berichten, als sie im ersten erfolgreichen Durchgang des Projekts 2012/2013 zum Thema „Kinderwelten – Medienwelten“ referiert hatte.

Das war genau der richtige Ansatzpunkt für das Kommissariat Vorbeugung der Polizei. So zeigte Kriminalhauptkommissar Friedrich-Wilhelm Mathieu auf, was geht und was gar nicht geht. Vom Einstellen urheberrechtlich geschützter Fotos und Videos bei YouTube über legale und illegale Downloads bis hin zum richtigen Verhalten auf sozialen Plattformen wie Facebook reichte die Informationspalette.

Aber natürlich gab es auch Fragerunden mit Schülern untereinander. Da wurde beispielsweise darüber gesprochen, warum eine Altersfreigabe für Filme oder Spiele sinnvoll ist.

Neben Brigitte Hocks vom Kreisjugendamt, Markus Wilmer vom Jugendamt der Stadt Erkelenz und Peter Wiese vom Jugendamt der Stadt Hückelhoven sowie Friedrich-Wilhelm Mathieu von der Polizei als fachkundige Begleiter waren auch Vertreter der Gesamtschule aus Essen-Borbeck dabei, die ihr Projekt Medienscouts vorstellten. Bei dieser Ausbildung, die – getreu dem „Peer“-Gedanken – jungen Scouts ermöglicht, andere junge Menschen ihres Alters zum Medienscout auszubilden, wird die Erziehung zu ­einem möglichst eigenständigen, selbstbestimmten und medienkompetenten Menschen in den Vordergrund gestellt.

Die 37 Teilnehmer dieser aktuellen Schulung im Rahmen des Projekts „Sicherheit im Netz“ wissen nun ganz genau, wie sie demnächst mit ihren Bekannten und Freunden was tauschen können – und sie können und sollen sich über das Ganze auch mit ihren jüngeren Schulkameraden austauschen.

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