Erkelenz - Portal Kunstlabor: 30 Künstler präsentieren sich auf der Burg

Portal Kunstlabor: 30 Künstler präsentieren sich auf der Burg

Von: hewi
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Erkelenz. Wenn es in der Sommerzeit etwas gemächlicher zugeht in der Stadt, kommt die Kunst auf die Burg. Zum achten Mal ist das Portal Kunstlabor.de mit rund 30 teilnehmenden Künstlern vom 9. bis 11. August auf dem Burghof und in den Räumen des Turms zu Gast. Somit werden die Künstler aus der digitalen Welt des Internet herausgeholt und ihre Arbeiten für die Besucher ganz real greifbar.

Das Internetportal Kunstlabor.de versteht sich als Sammelbecken für Künstler aller Gattungen aus der gesamten Region. Vor drei Jahren sorgte eine Installation am Turm noch lange nach dem Kunstwochenende für einige Beachtung. Denn die Macher Michael und Silvia Kempe hatten beim Abbau doch glatt das mehrere Meter lange quietschgelbe Plastikrohr „vergessen“, das außen am Turm prangte und mittels Zeitschaltuhr in den Abendstunden auch von innen beleuchtet wurde und so weithin sichtbar war. Fast neun Monate dauerte es, bis die Hinterlassenschaft des Kunstlabors abmontiert wurde.

Mit solchen Aktionen muss man rechnen, wenn die regionale Kunstszene zu Besuch ist auf der Burg. „Das anarchistische Element ist es, was die Kunst auf der Burg auszeichnet“, erklärt Michael Kempe, der zusammen mit seiner Frau Silvia für das vielseitige Programm verantwortlich zeichnet. „So wird auch diesmal wieder das historische Gemäuer ein Spannungsfeld der Kreativität schaffen, in dem Raum und Zeitkünste in einen Dialog treten, miteinander verschmelzen und Neues, Spontanes und Ungeplantes entstehen lassen.“

So viel zum Anspruch der Künstler. In den vergangenen Jahren wurden sie diesem Anspruch auch immer auf die eine oder andere Weise gerecht. Denn die Burg verwandelt sich an dem Wochenende zum Tummelplatz der Kreativen. Von der reinen Ausstellung der Arbeiten reicht das Spektrum bis hin zu Vorführungen, zum Beispiel im Kellergewölbe, wo Ingo Veltum aus Kleingladbach seine Drucktechnik live vorführt. Ebenfalls im Keller finden auch in diesem Jahr wieder Lesungen statt, unter anderem mit Willi Arlt, der schon seit einigen Jahren beim Kunstlabor-Event auf der Burg dabei ist. Musik gibt es natürlich auch wieder. Das Spektrum ist so vielseitig wie das Kunstangebot an sich: Die Band Tiefengrund, in der neben den beiden Kempes auch der Künstler Norbert Kostka dabei ist, darf da natürlich nicht fehlen. Sie bestreitet gemeinsam mit Eigen ARTs den Freitag. Samstags geht es abends auf der Bühne mit Rock und der Band Against Stagnation sowie dem Arbeitskreis Nachtfördern weiter. Ebenfalls am Samstag spielen Mother´s Cake auf, die bereits zum Inventar des Events gehören. Ulli Reifferscheidt und seine Djembe Freunde gestalten dann den musikalischen Sonntag gemeinsam mit der Band Blues Bones.

Tradition hat auch eine gemeinsame Kunstaktion der beteiligten Künstler. In diesem Jahr werden es Selbstporträts sein. Eine nicht wirklich einfache Aufgabe, wie Kempe betont. „Es ist schwieriger als man denkt, wenn man ein kreatives Bild von sich selbst entwerfen will“, weiß er. Denn auch er und seine Frau Silvia werden natürlich ein Selbstporträt abliefern. Dabei können es Bilder, Plastiken oder Skulpturen sein, mit denen sich die Künstler selbst porträtieren.

Unterstützt wird das Event auch in diesem Jahr wieder von der Kunststiftung der Kreissparkasse. Die genaue Anzahl der Künstler steht noch nicht fest, aber es werde wieder der „harte Kern plus X“ des Kunstlabor-Portals sein, verspricht Kempe.

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