Pfarrer Martin Jordan feiert seinen Einführungsgottesdienst

Von: Anna Petra Thomas
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Dass sie beide sehr musikalisch sind, bewiesen Martin und Wiltrud Jordan schon beim Einführungsgottesdienst mit Gitarre und am Keyboard, aber auch mit beeindruckendem Gesang.

Heinsberg. Das Liedheft zierte ein Foto des durch das Fenster des Altarraums sichtbaren Brunnens hinter der Christuskirche. „Ihr werdet mit Freuden schöpfen Wasser aus den Heilbrunnen“ (Jesaja 12,3) lautete dazu passend das biblische Motiv, das Martin Jordan für seine Einführung gewählt hatte. Er ist jetzt neben Sebastian Walde ebenfalls als Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde tätig.

Beim Einzug zum Festgottesdienst in der an langen Kaffeetafeln voll besetzten Christuskirche begleiteten ihn nicht nur Superintendent Jens Sannig, sondern weitere evangelische und katholische Pfarrer.

„Es ist schön, dass unserer Gemeinde nach langer Zeit der Vakanz wieder ein zweiter Pfarrer geschickt wurde“, freute sich Walde in seiner Begrüßung.

Gleich danach wurde deutlich, dass sein neuer Kollege auch eine gehörige Portion Musikalität mitgebracht hat. Der Chor seiner bisherigen Gemeinde aus Konz stellte sich auf, Jordan griff zur Gitarre, und seine Frau Wiltrud nahm am Keyboard Platz.

Ansprechender Sologesang von beiden kam hinzu, in Englisch zwar, aber Jordan erläuterte jedes der gesungenen Lieder den Gottesdienstbesuchern zuvor in Deutsch.

Jordan sei ein erfahrener Kollege und habe daher sicherlich bereits Strategien gefunden, mit einer möglichen Überforderung umzugehen, betonte Sannig in seiner Ansprache. „Sich zu unterbrechen, die Menschen und ihre Bedürfnisse in den Blick zu nehmen vor aller Geschäftigkeit, auch der eigenen“, lautete sein Rat an den neuen Pfarrer in Heinsberg.

Nicht Bewegungslosigkeit sei damit gemeint, sondern Ruheräume, in denen Menschen zu sich selbst und damit zu Gott finden könnten. „Es ist gut, dass Menschen den Gottesdienst brauchen und es als provokant empfinden, wenn am Sonntag gehämmert und gesägt wird“, fügte er hinzu.

Am Altar, im Kreis mit den Mitgliedern des Presbyteriums und den anwesenden Geistlichen, führte Sannig den neuen Heinsberger Pfarrer dann offiziell in sein Amt ein.

„Ja, mit Gottes Hilfe“, antwortete Jordan auf die Frage, ob er bereit sei, seinen Dienst zu übernehmen. „Möge unser Dienst von Gotte gesegnet sein“, sagte ihm sein Kollege Walde in einer Umarmung.

Wunsch nach starker Ökumene

„Lieber Bruder Jordan“, sprach ihn Propst Markus Bruns an und verdeutlichte mit den Worten „Liebt einander wie ich euch geliebt habe“ den Wunsch nach einer starken Ökumene in Heinsberg. „Lasst euch den Dienst eures Pfarrers gefallen und prüft seine Worte an der heiligen Schrift“, schloss Sannig.

Jordan ging in seiner Ansprache noch einmal auf das biblische Motiv des Wassers ein und verband damit den Wunsch nach dem „Blick aufs Wesentliche“. Wer teilhaben wolle am Wasser der Liebe, der müsse sich Gott öffnen und sich beschenken lassen. Das Gebet sei dabei die Schöpfkelle, erklärte er.

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