Perspektivenwechsel: „Ein anderer Blick“ auf Erkelenz

Von: hewi
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Marion und Jürgen Herbel zeigten ihre Fotografien zur Ausstellung „Erkelenz- ein anderer Blick“. Foto: Koenigs

Erkelenz. Marion und Jürgen Herbel haben einen anderen Blick auf Erkelenz. Die beiden Duisburger wohnen seit einigen Jahren in Erkelenz und haben anscheinend noch den Blick für Details, der manchem alteingesessenen Erkelenzer längst abhanden gekommen ist.

In einer Ausstellung in der Leonhardskapelle teilen sie ihre Sichtweisen, die sie in Fotografien festgehalten haben. Auf die Betrachter wartet eine interessante Reise in unbekannte Winkel, die kaum jemand kennt.

Da ist zum Beispiel der Lambertiturm, den man durch das Glasdach am Fellerpropeller oder als Spiegelbild in einer Fensterscheibe sieht. „Nommaderturm“ heißt das Bild, „acab“ ein anderes, nach der abgelichteten Eddingschmiererei auf einem Briefkasten.

Die Bilder sind erfrischend anders und teilweise auch ein bisschen augenzwinkernd, wie das Stillleben des Verkaufsstandes in Form einer großen roten Erdbeere gleich neben dem Dixie-Klo vor niederrheinischem Himmel.

Die beiden Autodidakten haben schon zu analogen Zeiten leidenschaftlich fotografiert, damals noch mit improvisierter Dunkelkammer im Badezimmer. „Digital macht vieles leichter“, betont Jürgen Herbel. Vor allem, wenn man spontan auf ein Motiv stößt, wie im Fall der erwähnten Erdbeere. Die sah er während einer Fahrt an der Landstraße und hielt sie mit seinem Smartphone kurzerhand fest.

Seine Frau Marion hat ein Faible für Treppen, die sie geheimnisvoll zu inszenieren weiß. Eines ihrer Lieblingsbilder ist auch die weiße Holztreppe im Hohenbuscher Herrenhaus. Hohenbusch hat ihr einige interessante Motive geliefert, erklärte sie am Rande der Ausstellung.

Blick für Verborgenes

Kulturmanager Christoph Stolzenberger betonte bei der Begrüßung der Eröffnungsgäste, dass die Fotografie heute eine feste Rolle in der bildenden Kunst eingenommen habe.

Dabei sei die Fotokunst nicht ausschließlich abhängig von den technischen Fähigkeiten des Künstlers. Sie zeige uns durchgehend künstlerisches Schaffen, und das nicht nur dokumentarisch, sondern „aus sich heraus“.

Die beiden Künstler seien dem Wunsch gefolgt, die Stadt liebenswert und mit dem Blick fürs Detail darzustellen. Dabei setzen sie besondere Wetterlagen ebenso ein wie überraschende Perspektiven, Spiegelungen oder den Blick für Verborgenes.

Die rund 60 Bilder haben das Potenzial für einen „etwas anderen“ Bildband über Erkelenz und seine Ortschaften.

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