Erkelenz - Orgel als eine Erinnerung an Borschemich

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Orgel als eine Erinnerung an Borschemich

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Noch steht gerade erst das Gerüst der neuen Orgel in der Erkelenzer Pfarrkirche St.. Lambertus. Es handelt sich dabei um eine Orgel, die zuvor in der Borschemicher Pfarrkirche benutz wurde. Beauftragt mit dem Neuaufbau des Instrumentes ist die Orgelbau-Firma Martin Scholz aus Mönchengladbach Hardt. Auf unserem Bild wird eine der Orgel Pfeiffen auf seine Tauglichkeit überprüft. Foto: Sommer

Erkelenz. Die rund hundert Jahre alte Klais-Orgel aus der Borschemicher Pfarrkirche St. Martinus wird in St. Lambertus in Erkelenz eine neue Heimat finden. Dort soll sie im Altarbereich als Chororgel zum Einsatz kommen und gleichzeitig als „Klangdenkmal“ an den Ort Borschemich erinnern.

Für den Gemeinschaftsraum, der am neuen Standort Borschemich die alte Pfarrkirche ersetzen soll, ist kein Platz für die imposante Orgelkonstruktion, und auch nicht für die Lautstärke, die sie mit ihren Pfeifen erreichen kann. „Mit der Orgel bleibt ein Stück Heimat erhalten“, ist sich auch der erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen sicher. Nicht nur in seiner Funktion als zweiter Vorsitzender des Heimatvereins liegt ihm das Projekt „Chororgel“ am Herzen. Mit der Borschemicher Orgel können die Akteure aus Heimatverein, Pfarre und Verwaltung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einmal ist das der Erhalt der Orgel als „Klangdenkmal“, auf der anderen Seite eine gute Überbrückung bis zur Fertigstellung der Hauptorgel, die auf einer Empore am Haupteingang stehen und von dort aus die Kirche beschallen soll. Das wird aber noch einige Jahre dauern, was vor allem an der Bausumme von rund 1,2 Millionen Euro liegt.

Die Borschemicher Chororgel wurde vom Mönchengladbacher Orgelbaumeister Martin Scholz zerlegt, saniert und auch modifiziert. „Dabei arbeitet er aber im Stil der alten Handwerkstradition“, so Knauer. Seit drei Wochen baut Scholz die hundert Jahre alte Orgel in St. Lambertus wieder auf.

Zeitaufwändiger Prozess

Am Ende des zeitaufwändigen Prozesses steht die sogenannte Intonierung, bei der die Orgelpfeifen an den Raum angepasst werden. Wirklich raumfüllend könnte die Orgel nicht eingesetzt werden, ist sich Knauer sicher. Dafür reichten die 16 Register nicht aus. Als Chororgel sei die Krais-Orgel jedoch sehr gut geeignet, was auch an ihrer romantischen Klangfarbe liege.

Die zukünftige Chororgel wurde zwischen 1011 und 1012 vom Bonner Orgelbauer Johannes Klais gebaut. Daher stammt auch der Name „Klais-Orgel“. Die Orgel hat 16 Register, die auf zwei Manuale verteilt sind. 1988 wurde sie letztmals generalüberholt. Die Restaurierung und der Aufbau der Orgel werden rund 120 000 Euro kosten. Rund ein Viertel der Summe ist durch Spenden der Sparkasse, der Volksband, West und der Raiffeisenbank gedeckt. Deshalb ruft der Heimatverein zu Spenden auf, um die Chororgel für St. Lambertus und das „Klangdenkmal“ für Borschemich zu finanzieren. Spendenkonto 421 420 bei der Kreissparkasse Heinsberg. Eine Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt.

Festwoche zur Einweihung

Mit den Spendenaufrufen des Orgelbauvereins für die Hauptorgel haben die Spenden für die Chororgel nichts zu tun. „Es ist uns wichtig, dass die Spender wissen, wohin ihr Geld fließt“, betont Pastor Werner Rombach.

Bis zur Festwoche zur Einweihung der Orgel Ende September muss die Chororgel fertig sein, weshalb noch ein ordentliches Stück Puzzle-Arbeit vor dem Orgelbauer liegt. Derzeit stapeln sich Hölzer und Orgelpfeifen entlang dem Altar und warten darauf, von Meisterhand wieder an ihren angetrauten Platz gebracht zu werden. Im Rahmen der Festwoche werden einige Konzerte auf der Orgel gespielt. Den Auftakt macht am Samstag, 29. September, um 10 Uhr der Kirchenchor mit Manfred Bühl an der Orgel und der Messe F-Dur von Théodore Dubois.

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