Hückelhoven - Olga Volkova und Rudolf Vanks sorgen für Konzertgenuss

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Olga Volkova und Rudolf Vanks sorgen für Konzertgenuss

Von: hl
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Begeisternd: Beim Kammermusik-Konzert von „con brio“ und der Kreis-VHS spielten Olga Volkova (Violine) und Rudolf Vanks (Klavier) in der Hückelhovener Aula. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Man kann sicher von einer Sternstunde der Kammermusik sprechen beim gemeinsam von „con brio“ und der Anton-Heinen-Volkshochschule veranstalteten Konzert in der Aula des Gymnasiums. Olga Volkova (Geige) und Rudolfs Vanks (Klavier) brillierten nach allen Regeln der Musikkunst und rissen die zahlreichen Zuhörer immer wieder zu starkem Beifall hin.

Beide Künstler, sie in Russland geboren, er in Lettland, haben sich durch zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben und Teilnahmen an vielen Festivals im In- und Ausland hervorgetan. Und so ist es sehr bemerkenswert, dass es den Veranstaltern gelungen war, solch beeindruckende Talente einzuladen. Dass die Geige bei den meisten Stücken dominierte, lag einmal an der Programm-Auswahl, zum anderen aber und vor allem auch an der außergewöhnlichen Persönlichkeit von Olga Volkova.

Das Konzert begann mit der „Sonata No. 3. C minor“ von Edvard Grieg (1843-1907), einem der wichtigsten Komponisten seiner Zeit. Die Satzbezeichnungen deuten schon an, worum es in dieser Musik, die stark von der Volksmusik Norwegens beeinflusst ist, geht: um Leidenschaft, Begeisterung, Ausdruckskraft und Romantik. Und diesen Ansprüchen wurden die beiden Solisten voll gerecht, wobei im Zusammenspiel ihre Virtuosität nie auf Kosten des anderen ging. Auf den Nordländer Grieg folgten zwei Stücke eines Lehrers und seines Schülers: Von dem belgischen Komponisten und Violonisten Eugène Ysaye (1858-1931) war zu hören „Sonata No. 4“ (hier glänzte Olga Volkova als Solistin) und von Ernest Bloch (1880-1959) „Nigun“, dem hebräischen Ausdruck für Melodie, was auch als Hinweis auf die jüdischen Wurzeln dieses Komponisten hindeutet.

Von dem französischen Komponisten Ernest Chausson (1855-1899) aus der Schule Massents und Francks folgte „Poème“, das, wie der Titel schon sagt, musikalischer Ausdruck von Dichtkunst war.

Das „Waltzer-Scherzo“ von Peter Tschaikowski (1840-1893) war weit entfernt von der Walzerseligkeit der Straußens, und seine „Meditation“ ging tief ins Innere. Mit dem „Prelude No. 10“ (in der Bearbeitung für Klavier und Violine von Dimitri Zyganov) von Dimitri Schostakovitch (1906-1975), das man etwas respektlos als „schräg“ bezeichnen kann, ging ein Konzert zu Ende, bei dem die Freunde der Kammermusik voll auf ihre Kosten kamen.

Bei den Zugaben schien es, als ob die beiden nicht aufhören wollten mit ihrem virtuosen Spiel: Quer durch die Carmen-Fantasie von Bizet in der Bearbeitung des Spaniers Pablo Sarasate folgte ein Highlight dem anderen, wobei vor allem Olga Volkova mit ihrer Geige wieder atemberaubende Musik darbot.

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