Ohne Sponsoren läuft in Sachen Kultur fast nichts

Von: Helmut Wichlatz
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Vertreter der Kreissparkasse Heinsberg überreichten einen Scheck an Bürgermeister Peter Jansen und die Vertreter der Stadt Erkelenz. Foto: Koenigs

Erkelenz. Das städtische Kulturangebot wird durch die 2008 gegründete Kultur GmbH abgedeckt. Seit zwei Jahren schreibt sie schwarze Zahlen. Dies wäre ohne die regelmäßigen Zuwendungen durch Sponsoren wie die Kreissparkasse nicht möglich, wie der erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen in seiner Funktion als Geschäftsführer der Kultur GmbH betonte.

Grund und Anlass war ein weiterer Scheck über 100.0000 Euro, mit denen die Banker das kulturelle Angebot der Stadt in diesem Jahr unterstützen. Hinter dem Kulturangebot in Erkelenz verberge sich ein großes Leistungspaket, wie Gotzen betonte. Dieses wollten die Bürger nicht mehr missen, denn „an das Gute gewöhnt man sich schnell“. Die Stadthalle werde als Veranstaltungsstätte von den Bürgern und Vereinen angenommen.

Dafür spreche auch die Zahl von rund 115 Veranstaltungstagen in der Stadthalle. Auch das Theaterangebot der Stadt habe sich inhaltlich sehr geändert, betonte er mit Blick auf den aktuellen Theaterplan. „Die Messlatte hängt hoch“, erklärte er. „Durch finanzielle Unterstützung seitens der Sparkasse können wir aber auch langfristig planen und das Angebot auf hohem Niveau halten.“

Die Nähe zu den Bürgern

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Thomas Pennartz, betonte, dass es die Nähe zu den Bürgern sei, die die Kreissparkasse auszeichne. Darunter sei auch zu verstehen, dass der in der Region erwirtschaftete Gewinn auch an die Menschen in der Region zurückfließe. Eine Investition in das kulturelle Angebot der Stadt sei der richtige Weg, um jedem etwas in Form einer „Bürgerdividende“ zurückzugeben.

Mit dem Zuzug neuer Bürger habe sich auch das kulturelle Angebot der Stadt geändert. „Kultur gehört zu den Standortfaktoren einer Stadt“, betonte Bürgermeister Peter Jansen. Für das kulturelle Angebot sei die Stadthalle bestens geeignet. Bei größeren Veranstaltungen könne auch auf die Erka-Sporthalle ausgewichen werden, die bis zu 1500 Zuschauer aufnehmen kann. „Bei Top-Events, die viele Besucher anziehen, ist die Erka-Sporthalle gut geeignet, ergänzte Gotzen und verwies auf derzeit laufende Verhandlungen mit Veranstaltern, ohne jedoch konkret zu werden. Hier sei die kulturelle Nutzung gegenüber dem Sport und den Schulen zweitrangig.

Neues Nutzungskonzept

Über ein neues Nutzungskonzept für die Stadthalle müsse auch nachgedacht werden, erklärte Jansen. „Doch die Maßnahmen wollen wohl überdacht sein“, betonte er. Nach rund fünf Jahren sei es jedoch angebracht, die Nutzungsmöglichkeiten der Stadthalle neu zu überdenken, wenn man auf dem einmal erreichten Niveau weitermachen wolle. Deshalb seien die Termine wie die Scheckübergabe durch die Sparkasse für die Verantwortlichen in Verwaltung und Kultur GmbH „schöner als Weihnachten“.

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