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Oberbrucher Freibadretter: Von trüber Aussicht und „geringer Tiefe“

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:
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Eine trübe Brühe, dort wo sich früher die Badegäste tummelten, Startblöcke, von denen derzeit niemand springen möchte, verlassene Kassenhäuschen und ein leeres Kinderplanschbecken: die Oberbrucher Freibadretter hoffen darauf, dass sich dieser Anblick noch einmal ändert. Fotos (4): Herwartz Foto: Herwartz
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Eine trübe Brühe, dort wo sich früher die Badegäste tummelten, Startblöcke, von denen derzeit niemand springen möchte, verlassene Kassenhäuschen und ein leeres Kinderplanschbecken: die Oberbrucher Freibadretter hoffen darauf, dass sich dieser Anblick noch einmal ändert. Foto: Herwartz
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Eine trübe Brühe, dort wo sich früher die Badegäste tummelten, Startblöcke, von denen derzeit niemand springen möchte, verlassene Kassenhäuschen und ein leeres Kinderplanschbecken: die Oberbrucher Freibadretter hoffen darauf, dass sich dieser Anblick noch einmal ändert. Foto: Herwartz
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Eine trübe Brühe, dort wo sich früher die Badegäste tummelten, Startblöcke, von denen derzeit niemand springen möchte, verlassene Kassenhäuschen und ein leeres Kinderplanschbecken: die Oberbrucher Freibadretter hoffen darauf, dass sich dieser Anblick noch einmal ändert. Foto: Herwartz

Heinsberg-Oberbruch. Langsam gehen sie in die heiße Phase, die Vorbereitungen zum zweiten Bürgerentscheid in der Heinsberger Geschichte. Am Sonntag, 27. November, sollen die Bürger an der Wahlurne über die Zukunft des Oberbrucher Freibades abstimmen.

Und die Stimmungslage bei den Protagonisten in Sachen Heinsberger Freibäder, egal ob nun in Oberbruch oder Kirchhoven, scheint sich derzeit irgendwo zwischen besonnen, kampfeslustig und gereizt anzusiedeln.

„Wir werden ständig von Kirchhoven in den sozialen Netzwerken angegriffen“, beklagt sich Alfred Geiger, der Sprecher der Oberbrucher Freibadretter. „Sogar im Jahresbericht“, der eigentlich erst nächste Woche bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins Freibad Kirchhoven vorgelegt werden soll.

„Im Gegenzug haben wir uns noch nie negativ über Kirchhoven geäußert. Unsere Sorge war immer die, dass der Plan, beide Bäder zu schließen, immer noch der aktuelle Plan ist. Wir unterstellen nach wie vor, dass absichtlich mit dem Kirchhovener Freibad die schwierigere Lösung favorisiert wurde in der Hoffnung, dass diese scheitert und damit beide Bäder endgültig geschlossen werden können.“

Einige an Jakob Gerards, den Chef der Stadtwerke, gestellte Fragen sollten da wohl etwas Licht ins Dunkel bringen. „Über die Fragen wollten wir erfahren, ob das Bad in Kirchhoven wirklich so erfolgreich ist, wie der Förderverein es geplant hatte. Und zwar aus Sicht der Stadtwerke“, sagt Geiger.

Fragen über Fragen: Wie hoch waren die Besucherzahlen in der auf drei Monate begrenzten Öffnungszeit? Wie viel und welches Personal wurde seitens der Stadtwerke zur Verfügung gestellt? Wurden über den Vertrag hinaus weitere Finanzmittel zur Verfügung gestellt? Welches technische Equipment wurde geplant von Oberbruch nach Kirchhoven eingebaut? Hat sich die Notwendigkeit eines Ersatzteileinsatzes von Oberbruch nach Kirchhoven ergeben? Gab es Störfälle?

War der Einsatz von technischem Fachpersonal der Stadtwerke Heinsberg notwendig? Werden die Energiekosten für die Beheizung des Wassers von den Stadtwerken getragen? Haben sich beide Vertragspartner an die Inhalte des Vertrages in allen Punkten gehalten oder gab es irgendwelche Vertragsverstöße? Ist die Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken und dem Bürgerbadverein als problemlos und gut zu bezeichnen? All dies wollten die Oberbrucher wissen.

Doch wirklich neue Erkenntnisse erbrachten die Antworten für sie nicht. Auf alle Fragen erhielten sie ohnehin keine. „Eine Antwort auf die Frage, ob die Inhalte des Nutzungsvertrages bzw. des Arbeitnehmerüberlassungsvertrages eingehalten wurden, steht ihnen nicht zu“, teilte Gerards mit. „Das Gleiche gilt für die Wertung der Zusammenarbeit zwischen der Bürgerbad Kirchhoven gGmbH und der Stadtwerke Heinsberg GmbH.“

„Die Antworten helfen uns nur teilweise weiter“, sagt Alfred Geiger, „aber die geringe Tiefe der Antworten lässt ja auch Schlussfolgerungen zu. Man sagt seitens der Stadtwerke, alles sei vertragsgemäß gelaufen und darüber hinaus gibt es keine Informationen.“ Und dann schiebt er noch nach: „Angesichts der Querelen um den Kirchhovener Fördervereinsvorstand haben wir den Eindruck, dass die Stadtwerke sich absichtlich komplett heraushalten und den Förderverein seine Probleme alleine lösen lassen.“

Pikantes Detail: Der Oberbrucher Freibadretter Geiger gehört auch als Mitglied eben diesem Kirchhovener Förderverein an, womit er unterstreichen möchte, dass die Oberbrucher nicht auf einen Misserfolg der Freibadretter in Kirchhoven hofften.

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