Ob weltlich, religiös oder volkstümlich: Chor Cantate begeistert

Von: kkli
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Wassenberg-Steinkirchen. Selbst am spannungsvollen Wahlsonntag war die Martinus-Kirche Steinkirchen gut besetzt mit zahlreichen Musikfreunden aus der näheren und ferneren Region. Der Auftritt des renommierten Kamerkoors Cantate aus Venlo, einem reinen Frauenchor, war nach dem Auftritt des „Jungen Chor Aachen“ mit Rundfunkübertragung und dem englischen Madrigalchor der Southwell Lay Clerks Ende August bereits die dritte Extra-Veranstaltung in St. Martinus.

„Cantate“ wurde 1970 von Gerard Franck gegründet. Seit 2000 steht der Chor unter Leitung von Dion Ritten, einem Dirigenten aus den Meisterklassen des Maastrichter Konservatoriums. Der Chor besticht durch sein natürliches Stimmenspiel, durch Reinheit, Ausstrahlung und Musikalität, die den Zuhörer ungemein anspricht.

Weltliche und religiöse Musik gehört zu seinem Programm, das unerschöpflich scheint und jedem Stil entspricht. Seine internationalen Auftritte und seine Berufung zu den 12. Internationalen Kammerchor-Wettbewerben in Marktoberndorf in diesem Jahr zeugen vom hohen Ansehen auch in den obersten Chorwertungen. „Cantate“ ist stolz auf die Einladung nach Deutschland und die hier gezeigte Begeisterung.

Akustik begeistert

Schon der „Einzug“ des Chores in den Kirchenraum von St. Martin, dessen Akustik schon viele Künstler und ihr Publikum entzückte, ließ einiges Erwarten. Die 20 Damen schritten in perfekter Haltung und Gestalt, in elegantem Schwarz gekleidet, mit einem Dirigenten, der die Musikalität auch fein äußerlich ausstrahlte, in die Kirche ein.

Der Chor nahm Platz im Halbrund vor dem Publikum. Teilweise geänderte Formationen entsprachen jeweils dem gesungenen Chorwerk und den räumlichen Gegebenheiten in der Martinus-Kirche mit ihrer immer wieder gerühmten und einzigartigen Akustik.

Das Programm wurde eingeleitet mit „Natus est nobis“ von Thomaso Luigi da Vittoria, den „Splendour falls“ von Gustav Holst, „How oft, when thou, my music“ von Martin Slootmakers und „Vander Minnen“ von Henk Badings.

Tief beeindruckend folgte das „Miserere“ von Eva Ugalde. Das „Ave Maria“ von Cèsar Alejandro Carrillo, ein wunderschönes „As torrents in Summer“ des Engländers Edward Elgar und das bezaubernde „Les Berceaus“ des Franzosen Gabriel Fouré sind wahre Edelsteine des Gesangs.

Dass Cantate auch anders kann, nämlich volkstümlich, zeigte der nächste Abschnitt: „Peace“ von Martha Alter. Cantate sang es ganz natürlich und unkompliziert.

Wie ein singender Engel

Den Abschluss bildete hier „Tundra/Ola Gjello“. Das Sopransolo mit einem warmen Oberton von dem blonden Lockenkopf weckte ganz spontan die Vorstellung des „Singenden Engels“, das Gemälde des niederländischen Malers van Dijk. Mit „Scarorough fair“ und Gabrielas Sang im Arrangement von Stephan Smith schloss das wunderschöne einstündige Konzert, das von Veron Jongstra am Flügel zurückhaltend begleitet wurde.

Zum Song „Starke Frauen/Jetse Bremer“ zog der Frauenchor geschlossen unter begeistertem Beifall aus der Kirche aus. Der Beifall des Publikums galt auch der Familie Küppers, die sich seit vielen Jahren mit großem Erfolg um den niederländisch-deutschen Kulturaustausch an der unteren Rur bemüht.

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