Wegberg - Noch ist die Idee „Luftkurort“ nicht vom Tisch

Noch ist die Idee „Luftkurort“ nicht vom Tisch

Von: hewi
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Wegberg. Dass die Stadt im Tal der Mühlen touristisch im Kreisvergleich am besten abschneidet, ist bekannt. Nun soll sich Wegberg nach Meinung der Freien Wähler auch um die Anerkennung als Luftkurort oder Erholungsort bemühen. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung wurden die Erkenntnisse präsentiert, die die Verwaltung zwischenzeitlich zu dem Thema gesammelt hat.

Dabei erklärte die Verwaltung, dass die Bezeichnung „Luftkurort“ in Deutschland weit verbreitet ist. Und dass das Prädikat in NRW von der Bezirksregierung verliehen wird, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Zum Beispiel muss ein Luftkurort über ein „besonders gutes und heilsames Klima“ verfügen, weshalb die meisten Luftkurorte am Meer, im Hoch- oder Mittelgebirge liegen. In NRW eignen sich besonders die Eifel und das Sauerland dafür. Der Nachweis des guten und heilsamen Klimas muss wissenschaftlich sein. Darüber hinaus muss der Ort in einer landschaftlich schönen Umwelt liegen und über therapeutische Einrichtungen verfügen.

Darüber hinaus sollte der Ortscharakter einem „erholsamen Kurbetrieb entsprechen“, heißt es weiter. Einmal erteilt, ist es mit dem Prädikat noch lange nicht gut: Vielmehr muss die Luftqualität ständig überwacht werden. Hat eine Gemeinde diese Hürden gemeistert, ist sie berechtigt, von ihren Gästen und Besuchern Kurtaxe zu erheben.

Beim Prädikat „Erholungsort“ sind die Hürden nicht ganz so hoch wie bei den Luftkurorten. Trotzdem müssen diese Orte einen „artgerechten Ortscharakter“ aufweisen. Genauer: eine landschaftlich bevorzugte Lage, gute lufthygienische Verhältnisse, einwandfreie Unterkunftsmöglichkeiten, Erholungseinrichtungen und vor allem eine zentrale Auskunftsstelle für Besucher, die regelmäßig und zu den üblichen Besuchszeiten besetzt ist.

In einem entsprechenden Fazit wies eine Liste auf, was alles getan werden müsste. Diese reichte von dem Personal- und Kostenaufwand für ein funktionierendes Tourismus-Informationssystem über eine erheblich zu verbessernde Ausschilderung der Freizeitaktivitäten bis zur Schaffung dauerhafter kultureller und kommunikativer Angebote für die Kurgäste. Als Voraussetzung hatte die Verwaltung auch die Kosten für die Untersuchung der Luftqualität durch den deutschen Wetterdienst beigefügt: Sie liegen zwischen 30 000 und 40 000 Euro. „Ziemlich viel Holz“, war man sich schnell einig.

Doch man wollte die Idee noch nicht endgültig zu den Akten legen. Die Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus, zuerst einmal weiter zu recherchieren und keine Entscheidung übers Knie zu brechen. Vielmehr wolle man sich bei der Stadt Xanten informieren. Dort wird gerade ein solches Qualifikationsverfahren durchgeführt. Mit neuen Erkenntnissen soll dann neu über das Thema beraten werden.

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