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Nicht nur klassische Camper sind in Effeld willkommen

Von: Nicola Gottfroh
Letzte Aktualisierung:
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Insgesamt 30 Chalets – ähnlich diesem Feriendomizil – sollen in den kommenden Jahren am Campingplatz am Waldsee entstehen und an Touristen vermietet werden. Foto: Gottfroh
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Willi Bremer ist seit 37 Jahren am Effelder Waldsee fast Zuhause. Die Neuerungen auf dem Campingplatz gefallen dem Dauercamper sehr gut.

Wassenberg-Effeld. Willi Bremer und seine Frau Luzie sind seit 37 Jahren am Effelder Waldsee Zuhause. Zumindest fast. Donnerstags packen sie ihre Taschen. Und dann wird das Haus in Mönchengladbach gegen das Wochenend-Domizil am Waldsee getauscht.

Das Ehepaar gehört zu dem Viertel der ehemaligen Dauercamper am Waldsee, das nach den Sanierungsmaßnahmen an den Platz zurückgekehrt ist. „Inzwischen kommen wir noch lieber her als früher“, sagt der 74-Jährige Willi Bremer. „Hier hat sich jede Menge zum Besseren verändert, seitdem die neuen Investoren Hand angelegt haben“, betont er.

Was genau sich in den vergangenen anderthalb Jahren getan hat, erfuhren jetzt auch die Mitglieder des Wassenberger Stadtrates und Bürgermeister Manfred Winkens bei einer Führung über den Campingplatz: Investor Henry Maessen und Joachim Scheller vom zuständigen Planungsbüro brachten die Politiker am Ort des Geschehens auf den neuesten Entwicklungsstand.

Und so ging es bei bestem Waldseewetter über die gerade neu geteerten Straßen des Platzes einmal rund um das Campingareal, entlang an frisch mit Blumen und Bäumen bepflanzten Beeten und gepflegten Grünflächen.

210 bis 220 Gäste sollen auf dem Vier-Sterne-Campingplatz künftig Platz und Erholung finden. Dabei haben die Investoren drei Gruppen im Blick. „Touristen, die mit ihrem Campingwagen Halt machen, Dauercamper und diejenigen, die ein Chalet mieten“, erklärte Maessen. Die Investoren wollen ihre Zielgruppe erweitern. Henry Maessen und Maurice Bonné wollen in Zukunft nicht nur die klassischen Camper mit mobilem Wohnwagen auf die mit Wasser-, Abwasser und Gasanschluss ausgestatteten Stellplätze ihres Platzes locken, sondern auch die nicht ganz typischen Camper in die ferienhausähnlichen, feststehenden Unterkünfte, die zur Miete angeboten werden.

Das Gros dieser Unterkünfte soll neben dem Fußballplatz entstehen. Wie die Chalets in etwa aussehen sollen, machte Maessen am Beispiel eines bereits stehenden, von einem Dauercamper errichten Häuschen deutlich. „Die sind so praktisch wie ein Ferienhäuschen, bieten Familien mit Kindern aber mehr Komfort“, erklärte er. Noch in diesem Jahr sollen sechs Chalets entstehen, in den kommenden Jahren noch einmal 24 weitere Häuschen mit verschiedenen Zimmern, Küche und eigenen sanitären Anlagen.

Neue Sanitäranlagen

„Letztere wären eigentlich gar nicht nötig, denn waschechte Camper dürften auch von den neuen Fünf-Sterne-Sanitäranlagen auf dem Platz begeistert sein“, scherzt der Investor. Dort wo sich die Campingplatz-Gäste vor zwei Jahren noch jeweils eine Herren- und Damentoilette und je eine Dusche teilten, ist inzwischen ein neues, modernes Duschhaus entstanden. Mit Kinder- und Familienwaschkabinen, je vier Damen- und Herrenduschen und -toiletten, eine Behindertentoilette und zahlreichen Spülplatze. „Uns war es wichtig, den Gästen eine Fünf-Sterne-Sanitäranlage zu bieten“, sagt Maessen.

Die Frage, warum er nicht gleich einen ganzen Fünf-Sterne-Platz hat entstehen lassen, kann er leicht beantworten: „Für fünf Sterne ist ein Pool nötig. Aber wer will schon einen Pool, wenn man den wunderschönen Waldsee direkt vor Augen hat?“, meint Henry Maessen. Zudem wäre ein Kiosk Voraussetzung. „Aber dann würden die Gäste nicht mehr so häufig ins Dorf gehen“, so Maessen. Überhaupt hätte der Waldsee rundherum ja auch noch so viel zu bieten, dass es kaum eine Rolle spiele, wie viele Sterne der Campingplatz nun habe, betonte Maessen.

Zu den weiteren Entwicklungen am „Event-Areal“ Effelder Waldsee gab Joachim Scheller den Ratsmitgliedern Informationen gleich vor Ort.

Die Wasserskianlage sei bereits genehmigt – zumindest wasserrechtlich. Die baurechtliche Genehmigung stehe noch aus und sei abhängig von der Klärung der Parkplatzsituation.

Fortschritte gibt es bei der Parkplatz-Thematik. Die Stadt wolle Wiesenflächen anpachten, die Platz für rund 750 Parkplätze bieten. „Das ist zwar nur die Zweitbeste Lösung, weil die Parkflächen nicht gegenüber dem Haupteingang liegen, aber sie stellt alle Beteiligten zufrieden“, betonte Scheller.

Auch der Beachclub mit Restaurant und Bar direkt am Wasser wurde bereits genehmigt. Während die Ratsmitglieder um den Campingplatz spazierten, erreichte das Rathaus ein Fax mit der Genehmigung. Am 23. Juni wird mit dem Bau des Gebäudes in direkter Nähe der Amici Bay begonnen, bereits am 28. Juli soll das Gebäude stehen. Die Anschlussarbeiten für Strom, Technik und Wasser, der Aufbau der Zapfanlage und Küche werden noch einmal zwei bis vier Wochen in Anspruch nehmen. Mitte Juni dann soll das Lokal am Wasser mit überdachter Terrasse, das ganzjährig geöffnet sein wird, in Betrieb genommen werden.

Derzeit wird auch am Seestrand gearbeitet. Der Beach der Amici Bay soll erneuert und verschönert werden, damit er flach zum Wasser hin abfällt. Dazu wird der alte Boden abgetragen und neuer aufgeschüttet.

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