Heinsberg - Neues Jobcenter: „Angestaubtes Image“ soll Vergangenheit angehören

CHIO-Header

Neues Jobcenter: „Angestaubtes Image“ soll Vergangenheit angehören

Von: anna
Letzte Aktualisierung:
6388123.jpg
Auf der Bodenplatte des neuen Jobcenters machten sich Helmut Nobis, Geschäftsführer des Jobcenters, Dezernentin Liesel Machat, Josef Ravnak, Rainer und Ludwig Florack sowie Bürgermeister Wolfgang Dieder (von rechts) ein Bild von den ersten Bauarbeiten. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Viel ist noch nicht zu sehen auf der Großbaustelle an der Schafhausener Straße direkt hinter dem Amtsgericht. Doch immerhin: Auf insgesamt 400 Kubikmetern Beton in Kombination mit 60 Tonnen Stahl, 60 Zentimeter dick gegossen auf einer Fläche von 56 mal zwölf Metern, erhielten die Gäste des offiziellen Bauauftakts einen ersten Eindruck von den Dimensionen des neuen Jobcenters, das gerade in der Kreisstadt entsteht.

Einen Spatenstich habe es gar nicht gegeben. „Dafür waren wir zu flott!“, hatte Rainer Florack, neben Josef Ravnak einer der beiden Gesellschafter der Bauherrin Flora 50 KG, zuvor beim Empfang der Gäste im Kreishaus in die Runde geschmunzelt. Sein ganz besonderer Dank ging dabei an Ravnak.

Seit mehr als 20 Jahren bereits bestehe eine sehr angenehme Geschäftspartnerschaft. Als Investoren seien sie jetzt zu Kollegen geworden. „Das ist die Krönung unserer gemeinsamen Geschäftskarriere“, erklärte Florack zu dem Projekt, das ab 1. September 2014 über fünf Etagen auf rund 3000 Quadratmetern Bürofläche rund 75 Jobcenter-Mitarbeitern einen neuen Arbeitsplatz bieten soll, für eine Mietdauer von zunächst 15 Jahren.

Der Rohbau soll Ende Januar bzw. Anfang Februar fertig sein, „wenn Petrus uns beisteht, und der Winter nicht so kalt und so lang wird wie der vergangene“, so Florack. Der Einhaltung der Bauzeiten sieht er aber positiv entgegen. Immerhin habe sein Bruder Ludwig für die Bauarbeiten „die bestmögliche Mannschaft“ zur Verfügung gestellt.

Optimale Beratungsleistung

Sicherlich sei es nicht einfach, allen Vorgaben zweier Träger des Jobcenters, der Agentur für Arbeit und dem Kreis, gerecht zu werden, erklärte Landrat Stephan Pusch. Aber alle Planungen seien immer von dem einen Ziel geleitet gewesen, den Kunden in dem neuen Jobcenter eine optimale Beratungsleistung bieten zu können.

In einer offenen, hellen Atmosphäre moderner Dienstleistung gehöre das angestaubte Image mit diesem „Meilenstein“ schon bald der Vergangenheit an.

Dass die Stadt Heinsberg durch die Ansiedlung des neuen Jobcenters mit seiner optimalen Verkehrsanbindung „eine weitere Aufwertung“ erfahre, betonte Bürgermeister Wolfgang Dieder, dem Florack und Pusch zuvor für die Bereitstellung des Grundstücks ausdrücklich gedankt hatten.

„Ich freue mich für Mitarbeiter und Kunden“, sagte Georg Becker, Geschäftsführer interner Service der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. Das neue Gebäude sei im Vergleich mit anderen „ein Leuchtturm“. Es biete für Mitarbeiter und Kunden ein hohes Maß an Sicherheit. „Ich sehe mit Freude der Eröffnung entgegen.“

Als Letzter ergriff schließlich Josef Ravnak das Wort, nachdem er Rainer Florack persönlich und sichtlich gerührt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit gedankt hatte.

„Ich freue mich, dass ich in Heinsberg einmal etwas machen kann, was nicht alltäglich ist“, erklärte der in der Kreisstadt erfolgreich tätige Chef des Fischfutterproduzenten Sera. „Das ist auch für mich ein Erfolg.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert