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Neues Amtsgericht in Erkelenz soll Ende 2015 fertig sein

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Start für den Neubau des Amtsgerichts: (v.l.) Bürgermeister Peter Jansen, Dr. Martin Chaumet (BLB), Justizminister Thomas Kutschaty, Dr. Georg Kral (Stellv. Direktor Amtsgericht) und Jörg Munsch (BLB). Foto: Koenigs
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So soll es in knapp zwei Jahren auf dem Konrad-Adenauer-Platz einmal aussehen. Links wird der Neubau des Amtsgerichts entstehen.

Erkelenz. Die Volksbank ist gerade fertig, da wird am Konrad-Adenauer-Platz schon die nächste Baustelle eingerichtet, die das Gesamtbild der Stadt erheblich verändern wird: Beim symbolischen ersten Spatenstich zeigten sich Bauherr, Mieter und Stadt gleichermaßen zufrieden, denn mit dem Neubau des Amtsgerichts wird eine Standortaussage für Erkelenz getroffen, auf die Bürgermeister Peter Jansen lange gedrängt hatte.

Das neue Amtsgericht soll Ende 2015 fertig sein und wird rund elf Millionen Euro kosten. Bauherr ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB), der durch seinen Geschäftsführer Dr. Martin Chaumet vertreten war. Die Justiz wird nach der Fertigstellung als Mieter einziehen. Der Entwurf des Gebäudes stammt schon aus dem Jahr 2008 und wurde vom Berliner Büro Weinmiller gefertigt. Optisch orientiert er sich auch an der neuen Volksbank gegenüber. Beide Gebäude zusammen ergeben einen architektonisch hervorgehobenen Eingang in die Innenstadt. Der sechsgeschossige Bau wird auf 2300 Quadratmetern Nutzfläche Platz für die rund 80 Mitarbeiter und bis zu 60 Besucher bieten.

„Wer baut, der bleibt“, kommentierte Justizminister Thomas Kutschaty die Standortfrage, die in den vergangenen Jahren diskutiert worden war. Alternativ zum Neubau hätte eine Kernsanierung des alten Amtsgerichts angestanden, betonte Kutschaty. Dies sei jedoch nicht praktikabel gewesen. Der Neubau stelle in dreifacher Hinsicht einen Gewinn dar, erklärte er: In Erkelenz entstehe ein bürgernahes und barrierefreies Gebäude der Rechtsprechung, die Mitarbeiter erhielten moderne Arbeitsbedingungen und seien für die Umstellung auf elektronischen Aktenverkehr im Jahr 2018 gewappnet.

Dritter und nicht unwichtiger Punkt: Der Bau trägt zur Aufwertung des Stadtbildes bei und passt so recht in den Plan zur Verschönerung der südlichen Innenstadt. Diesen Plan verfolge Erkelenz seit rund zehn Jahren, erklärte Jansen. Mit den Neubauten der Kreissparkasse und der Volksbank seien wichtige Schritte gemacht worden. „Auch dieses Gebäude ist wichtig für die Stadt“, hob er hervor. Das neue Amtsgericht sei auf die Zukunft ausgerichtet und erschließe einen neuen attraktiven Bauplatz gleich nebenan, wo jetzt noch das in die Jahre gekommene alte Amtsgericht steht. Über die Nutzung dieses Areals wird sich die Stadt in der kommenden Zeit Gedanken machen. Das neue Amtsgericht ist um einen zweigeschossigen Anbau zur Kölner Straße hin erweitert, in dem der Ambulante Soziale Dienst untergebracht wird. Beheizt wird das Gebäude unter anderem durch Geothermie.

Dr. Georg Kral, der stellvertretende Direktor des Erkelenzer Amtsgerichtes, sprach von „Restzweifeln“, die in der Belegschaft geherrscht hätten, ob es wirklich zu dem lange ersehnten Neubau kommen würde. Diese würden nun mit dem symbolischen ersten Spatenstich hoffentlich ausgeräumt.

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