Heinsberg - Neuer Jugendmitarbeiter: Mit Kampfgeist die Kirchenarbeit gestalten

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Neuer Jugendmitarbeiter: Mit Kampfgeist die Kirchenarbeit gestalten

Von: anna
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Über das Engagement ihres neuen Jugendmitarbeiters Stephan Euchler (Mitte) auch im sportlichen Bereich freuen sich die Pfarrer Sebastian Walde (links) und Martin Jordan. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Im Rahmen eines Gottesdienstes wird die evangelische Kirchengemeinde Heinsberg am Sonntag um 10 Uhr Stephan Euchler als neuen Jugendmitarbeiter offiziell in sein Amt einführen. Er tritt damit die Nachfolge von Stefan Karten an, der sich bereits nach einem Jahr auf eigenen Wunsch beruflich anders orientiert hat.

Euchler ist 30 Jahre alt. Geboren und aufgewachsen ist er in Düren, wo er auch heute lebt. Hier hat er auch 2003 sein Abitur gemacht und im Krankenhaus seinen Zivildienst geleistet. Seit März 2012 gehört er hier dem Presbyterium der evangelischen Gemeinde an. Euchler hat an der TU Dortmund Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaft und evangelische Theologie studiert und sein Studium mit einem Masterabschluss beendet.

Seit 1. Januar ist der neue Mitarbeiter der Heinsberger Gemeinde zuständig für die offene und mobile Jugendarbeit. Gemeinsam mit Sabrina Kolodziej ist er im Jugendcafé „LoonyDay“ tätig, deren Träger die evangelische Kirchengemeinde gemeinsam mit der katholischen Pfarrei St. Gangolf und der Stadt Heinsberg ist. „Wir kommen gut klar. Hier klappt die Ökumene schon“, erklärt er schmunzelnd.

Darüber hinaus will er aber auch die Kinder und Jugendlichen an ihren Treffpunkten aufsuchen und mit ihnen zusammen Aktionen und Projekte für die Zukunft entwickeln. „In der offenen und mobilen Jugendarbeit sehe ich eine große Chance, etwas Neues aufzubauen und nach eigenen Vorstellungen zu gestalten“, sagt er. Wichtig sei dabei vor allem, sich an den Vorstellungen, Bedürfnissen und Lebenswelten der Jugendlichen zu orientieren.

Seinen Wunsch, als sportbegeisterter Mensch auch für die Kinder und Jugendlichen ein offenes Sportangebot realisieren zu können, hat er teilweise schon umsetzen können. Euchler ist begeisterter Kampfsportler, liebt zudem das Wandern und Klettern. Er hat eine C-Lizenz als Breitensporttrainer und absolviert gerade in Aachen eine Ausbildung zum Antigewalttrainer.

Derzeit bietet er jeden Montag in der Oberbrucher „Oase“ eine Einführung in die Kampfsportart Karate an, die sehr gut angenommen wird. Kinder und Jugendliche, die sich heute nicht mehr fest an einen Verein binden würden oder denen dies vielleicht finanziell nicht möglich sei, hätten jetzt im Rahmen dieses offenen Angebots eine Möglichkeit, doch Sport zu treiben, erklärt er. Zugleich würden sie dabei lernen, Struktur in ihren Alltag zu bringen. Sie müssen sich für das Angebot anmelden und werden auch von der Teilnahme für eine gewisse Zeit ausgeschlossen, wenn sie sich zwar anmelden, dann aber unentschuldigt nicht dabei sind.

Neben diesem Angebot stünden ihm ab Mai zwei weitere Hallen zur Verfügung, in denen er ein offenes Fußballangebot plane, so Euchler. „So hätten wir dann schon drei Mal in der Woche ein offenes Sportangebot für die Kinder und Jugendlichen“, sagt er.

Pfarrer sind erfreut

Weiter plant er zum Beispiel Ausflüge in den Aachener Kletterwald oder eine Fußball-WM-Woche, kombiniert mit Aktivitäten zur Alkoholprävention. Und gerade hat er mit einem Bundesliga-Tippspiel begonnen, dass von den jungen Gästen im Jugendcafé ebenfalls sehr gut angenommen werde, wie er berichtet. Derzeit seien im Schnitt immer zwischen 50 und 60 jungen Menschen während der Öffnungszeiten im „LoonyDay“ zu Gast. So viele Besucher hätten die beiden kirchlichen Jugendheime Arche und Brücke zusammen nicht gezählt, freuen sich die Pfarrer Sebastian Walde und sein für die Jugendarbeit in der evangelischen Kirche zuständige Kollege Martin Jordan. Er wird Euchler am Sonntag in sein Amt einführen.

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