Neuer Essenslieferant für die Schulen in Erkelenz

Von: hewi
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Erkelenz. Die Erkelenzer Schulen bekommen einen neuen Caterer. Und mit etwas Geduld auch einen eigenen Schulentwicklungsplan, wie ihn die SPD seit Jahren fordert. Beide Themen wurden nun im Schulausschuss diskutiert.

Das Lövenicher Unternehmen Esser, das bislang die Erkelenzer Schulen mit Essen beliefert hatte, hatte im Sommer seinen Vertrag mit der Stadt gekündigt, weil es den Preis von drei Euro pro Mahlzeit nicht mehr halten konnte, wie der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen erklärte. Daher habe man sich entschieden, die Dienstleistung auszuschreiben. Dafür hatte sich die Stadt an die Düsseldorfer Unternehmensberatung Altenburg gewendet. Dies sei wegen der „speziellen Materie und der Vielfalt der zu beachtenden Anforderungen“ ratsam gewesen, wie Gotzen betonte. Von den drei Bewerbern waren zwei in die engere Wahl gekommen.

Favorisiert wurde das Neusser Unternehmen Michael Eberhardt Catering GmbH, das in diesem Bereich über eine große Erfahrung verfüge und bei den Kriterien Qualität und Preis die Nase vorn habe, wie es in der Sitzung hieß. Die Aufgabe sei keine einfache, denn es gehe natürlich nicht nur um die Zubereitung des Essens für die 15 Schulen an zwölf Standorten. Vielmehr müssten auch logistische Anforderungen erfüllt werden, denn die Schulen bekommen das Essen warm geliefert. Darüber hinaus müsse ein schweinefleischfreies Essen ebenso im Angebot sein wie eine Salatmahlzeit. Insgesamt werden pro Jahr rund 92.000 Mahlzeiten geliefert und ausgeteilt.

Ein zweites Thema stand auf der Tagesordnung, das schon seit Jahren immer wieder für Diskussionen gut ist: ein Schulentwicklungsplan für Erkelenz, wie ihn die SPD fordert. Der bislang gültige kreisweite Schulentwicklungsplan aus dem Jahr 2010 endet mit dem derzeitigen Schuljahr. Derzeit seien „keine Hinweise zu erkennen“, dass der kreisweite Plan über 2015 hinweg fortgeführt werde, hieß es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. Daher sei es sinnvoll, einen separaten Schulentwicklungsplan für Erkelenz zu betreiben. Ein entsprechender Plan soll 2015 in Auftrag gegeben werden, wofür im kommenden Haushalt 12.600 Euro bereitgestellt werden. SPD, Grünen und Bürgerpartei geht es darum, einen konkreten Bedarf bei den Eltern zu ermitteln und die Erkelenzer Schullandschaft dementsprechend auszurichten. Kurz: Gesamtschule.

Das ist jedoch in Erkelenz vor allem bei den Schulleitern eher ein Reizthema. Zum Beispiel bei Rita Hündgen. Die Leiterin des Cusanus-Gymnasiums betonte, dass für eine Gesamtschule eine „blühende Schule“ geopfert werden müsse. Die Schulen in Erkelenz leisteten nach wie vor eine gute Arbeit. Gotzen betonte, dass der Schulentwicklungsplan keine „Bedürfnisabfrage“ sei, vielmehr gehe es um eine Ist-Analyse. Die Ausschussmitglieder nutzten den Tagesordnungspunkt, um schon zu diskutieren, was erst noch durch den Plan festgestellt werden soll. Der SPD-Ratsherr Ferdi Kehren mahnte einen offenen Umgang mit dem Thema an.

Im kommenden Jahr wird die Bonner Projektgruppe Bildung und Region damit beauftragt, die Erstellung eines Schulentwicklungsplans voranzutreiben.

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