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Neue Zonen markiert für Windkraft in Heinsberg

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:
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Auf Heinsberger Stadtgebiet wird die Energiewende zukünftig auch durch weitere Windkraftanlagen sichtbar sein. Foto: Michael Jaspers

Heinsberg. Egal ob E-Mobilität, Brennstoffzelle, Biogasanlagen, Solarenergie oder Windkraftanlagen – die Stadt Heinsberg gehört stets zu den Kommunen, die in Sachen Energiewende mit gutem Beispiel vorangehen. Klimawandel und Fukushima haben da sicher auch in der Kreisstadt nachhaltige „Überzeugungsarbeit“ geleistet.

Gerade im Hinblick auf die Windenergie wird jedoch versucht, den ökologisch-energetischen Umweltgedanken mit landschaftlichen zu verbinden.

Die Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen durch die Einleitung eines Flächennutzungsplan (FNP)-Änderungsverfahrens soll dem Rechnung tragen. Westlich von Kirchhoven und Heinsberg, zwischen Laffeld und Pütt, zwischen Straeten und Uetterath, südlich von Waldenrath und Straeten sowie zwischen Uetterath und Randerath könnten demnach nach einstimmiger Ansicht des Rates neue Windkraftanlagen aus dem Boden wachsen.

Da Windenergieanlagen, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, inzwischen Höhen von 150 Meter und mehr erreichen und sich die Kriterien zur Ermittlung geeigneter Zonen gemäß „Windenergie-Erlass“ zum Teil erheblich geändert haben, bedurfte die FNP-Darstellung der Stadt einer Überarbeitung. Das Planungsbüro Ökoplan aus Essen wurde deshalb durch die Stadt mit der Erarbeitung einer entsprechenden Potenzialstudie beauftragt.

Fortführung sinnvoll

Die Potenzialfläche westlich von Kirchhoven und Heinsberg grenzt direkt an einen schon vorhandenen Windpark auf Waldfeuchter Gebiet, was eine geografische Fortführung sinnvoll mache. Sechs bis sieben weitere Anlagen könnten demnach hier errichtet werden. Zudem müsste mit der zuständigen Luftfahrtbehörde geklärt werden, ob der südlich angrenzende und aufgrund des Ultraleichtflugplatzes nur als „bedingt geeignet“ eingestufte Bereich ebenfalls genutzt werden könnte.

Auf einer Fläche von etwa 25,4 Hektar zwischen Laffeld und Pütt an der Grenze zu Gangelt wäre nach Ansicht der Experten noch Platz für drei Windenergieanlagen. Zu dem im FNP mit fünf Anlagen dargestellten Bereich zwischen Straeten und Uetterath könnten noch ein bis zwei weitere errichtet werden.

Nach einer Stellungnahme des Amtes für Flugsicherung der Bundeswehr in Frankfurt vom August bestehen mittlerweile gegen die Errichtung von Windkraftanlagen in einer Höhe von 150 Metern in einem Teil der Fläche südlich von Waldenrath und Straeten keine Bedenken.

Auch nach dem Zwischenbericht zur Artenschutzprüfung erscheint das Projekt nach derzeitigem Stand unter Berücksichtigung von Schutz- und Vermeidungsmaßnahmen, insbesondere für Vogelarten und Fledermäuse, machbar. Das Gebiet bedurfte aufgrund seiner Erholungsfunktion und im Hinblick auf Biotop- und Artenschutz einer erhöhten Aufmerksamkeit.

Das größte Gebiet

Das mit 140 Hektar größte, als für den Bau von Windkraftanlagen geeignet eingestufte Gebiet der Stadt Heinsberg liegt jedoch zwischen Uetterath und Randerath. Hier ließe sich aus Expertensicht ein Windpark mit mehr als zehn Anlagen realisieren, wobei sich eine Beschränkung durch die einzuhaltenden Immissionswerte ergeben werde.

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