Erkelenz-Immerath (neu) - Neue Begegnungsstätte: Große Emotionen bei den Immerathern

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Neue Begegnungsstätte: Große Emotionen bei den Immerathern

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Vor der Grundsteinlegung des neuen Gemeindezentrums in Immerath (neu) wurde die Urkunde unterzeichnet, die gemeinsam mit dem Grundstein in das neue Gebäude eingemauert wurde. Gemeinsam mit Pfarrer Werner Rombach (mit roter Stola) sowie Mitgliedern des Kapellenvorstandes unterzeichnete auch der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen (l.) die aus Pergament bestehende Urkunde. Foto: Passage
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Karl-Heinz Laufs aus Golkrath (l.) fertigte den Grundstein für das neue Gemeindezentrum in Immerath (neu). Die katholischen Geistlichen Werner Rombach (Mitte) und Günther Salentin (r.) segneten danach den Grundstein und den gesamten Gebäudekomplex.

Erkelenz-Immerath (neu). Vor rund einem halben Jahr wurde die vor 122 Jahren erbaute Immerather Kirche unter großer öffentlicher Anteilnahme entwidmet – eine weitere Station des unaufhaltbaren Sterbens des Altortes. Jetzt wurde mit dem Richtfest der neuen Begegnungsstätte in Immerath (neu) ein Schritt in die Zukunft getan.

Man habe sich „freudig auf den Weg gemacht“, betonte Pfarradministrator Werner Rombach.

Die Vorsitzende der Kapellengemeinschaft, Marlies Bereit, erklärte, es solle „ein Ort zum Beten, Singen und Lachen sein“, an dem sicher auch der im vorigen Jahr gestorbene Seelsorger Franz Josef Semrau „seine Freude“ gehabt hätte. Für alle Beteiligten war es ein sehr emotionaler Akt, denn der Abschied von der alten Kirche und dem alten Heimatort ist längst noch nicht vergessen.

Auch Rombach, der festliche Anlässe gerne mal durch einen Scherz auflockert, kämpfte mit seinen Emotionen, als er die Urkunde zur Grundsteinlegung verlas.

Die handgefertigte Urkunde wurde gemeinsam mit einigen Tageszeitungen und Münzgeld in einem Metallzylinder in eine Mauernische der Kapelle eingesetzt. Verschlossen wurde sie mit einer Tafel, die nach dem Entwurf des Golkrather Künstlers Karl-Heinz Laufs aus einer Stufe des Hauptaltars der Immerather Kirche gefertigt wurde. Auch die zwölf Steine, auf denen die Platte ruht, stammen aus dem Immerather Gotteshaus.

Zum Richtfest, der Grundsteinlegung und der ersten Palmweihe am neuen Standort wünschte sich Rombach, dass die Menschen beim Besuch der Begegnungsstätte „das Wort Gottes aus den vielen Stimmen des Alltags heraus wahrnehmen“ mögen. Eine Gemeinde brauche ein Haus, in dem sie sich versammeln kann, erklärte er. „Was nützt das schönste Haus Gottes, wenn es nicht mit Leben gefüllt wird“, erklärte er.

Das persönliche Grußwort von Bischof Heinrich Musinghoff wertete er als Beleg dafür, dass das Bistum bewusst an den Entwicklungen vor Ort teilnimmt.

Gute Basis für neue Gemeinde

Marlies Bereit, die im Namen der Kapellengemeinschaft die Urkunde für den Grundstein unterzeichnete, verbindet viel mit „ihrer St. Lambertus“. Denn ihr Großvater hatte als Kind noch die Grundsteinlegung der alten Kirche in Immerath vor 122 Jahren miterlebt. Die Immerather Kirche wird diese Begegnungsstätte sicherlich nicht ersetzen können, erklärte sie. Doch werde es eine gute Basis für die neue Gemeinde sein. Die Motivation der Umsiedler für den Bau einer Begegnungsstätte beschrieb Karl-Heinz Laufs als den „Glauben an die Liebe in einer sich rasant wandelnden Gesellschaft“.

Durch die Fusion der Erkelenzer Gemeinden St. Lambertus und St. Maria und Elisabeth, zu der auch Immerath gehörte, gehört die Begegnungsstätte St. Lambertus nun auch zur neuen Gemeinde Christkönig, für die das Bistum vor einigen Wochen grünes Licht gegeben hatte. Ende des Jahres soll die Begegnungsstätte nach Auskunft des Architekten Johannes Klomp fertig sein. Am Passionssonntag 2015 (22. März) soll der rund drei Millionen Euro teure Bau eingeweiht werden.

Zum Richtspruch gesellte sich Rombach dann zu dem Zimmermann Jens Pierich aufs Dach, wo er in luftiger Höhe den symbolischen letzten Nagel einschlug.

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