Neben dem Förderturm entsteht ein neuer Hingucker

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:
5690240.jpg
Schwere Erdarbeiten sind im Augenblick auf dem Gelände von Schacht 3 im Gange. Foto: Schuldei

Hückelhoven. Wenn man eine Zeitrafferreise in Zeitlupe unternehmen könnte und den Blick über und durch Hückelhoven wandern ließe – man käme aus dem Staunen nicht mehr raus: Die Stadt verändert sich ohne Unterlass. Und zwar nicht nur im Zentrum, im Herzen der Stadt, sondern auch an der Peripherie. Die alte Zechenstadt, so scheint es, streift die von der Kohle schwarz gefärbten Gewänder ab und kleidet sich vollkommen neu ein. Farbenfroh, modern und funktional.

Die neuesten Beispiele: Die klinkerschweren alten Gebäude der Bergberufsschule werden abgerissen, an ihrer Stelle entsteht am unteren Ende der Parkhofstraße in Richtung Freiheitspaltz ein multifunktionales Einkaufszentrum mit Bürogebäuden.

Und auch auf dem Gelände an Schacht 3 unter dem Förderturm selbst – der als Wahrzeichen und bleibend-mahnendes Relikt der Kohlezeit jede Veränderung ringsherum trutzig überragt – sind die Bauarbeiter heftigst zugange: Die WEP (Wärme-, Energie- und Prozesstechnik), deren 53 Mitarbeiter in der Verwaltung derzeit noch gegenüber in den fast schon historischen Siedlungshäusern aus den Hochzeiten des Pütts am Freiheitsplatz ihren Schreibtisch stehen haben, ziehen in die alte Zechenhalle auf dem Schachtgelände ein.

Die Bagger machen gerade die Trasse für die Zufahrt von der Sophiastraße aus parat, außerdem werden dort auch Stellplätze für Mitarbeiter und Besucher angelegt. „Das ist ein tolles Gebäude, das wird ein echter Hingucker“, schwärmt Dr. Achim Ortmanns. Der Technische Beigeordnete der Stadt ist fast euphorisch, wenn er über die Veränderungen, die er im Schatten der Millicher Halde vor seinem inneren Auge schon Realität werden sieht.

„Hinter dem Förderturm, also mehr am Rand des Geländes, planen wir eine Veranstaltungsstätte“. Von einer Freilichtbühne ist die Rede und von einer Brücke, die eine fußläufige Verbindung herstellt zu den 396 Stufen, die zu der Aussichtsplattform am oberen Ende der Himmelsleiter in 70 Meter Höhe führen. Wann das soweit sein wird, steht zwar nicht in den Sternen, dauert aber noch etwas. „Das Gesamtgelände an Schacht 3 gehört noch dem EBV“, sagt Dr. Ortmanns. Die Stadt will es aber kaufen: „Wir stehen schon in konkreten Verhandlungen, die Sache ist in der Mache.“

Die WEP ist in ihrer Sache bereits einen Schritt weiter: Den Teil des weiträumigen Areals, den sie für ihre Zwecke benötigt, ist vom EBV bereits gekauft. „Wir investieren in die Zechenhalle rund zwei Millionen Euro“, sagt WEP-Geschäftsführer Klaus Brücher. Dazu kommen noch mal rund 500.000 Euro für die Straßenarbeiten. Mitte Juli soll alles fertig sein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert