Nach der Zeit als Hausfrau noch einmal lernen

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Die Auszubildenden Angelina Ventura Gracio und Michaela Kramer (vorne l. und r.) sowie die examinierte Altenpflegerin Melanie Mönius (vorne r Mitte) fühlen sich wohl im Kreis der Mitarbeiterinnen der Caritas-Pflegestation Wassenberg mit Leiterin Gabriele Craß (hinten 3. v. l.) und ihrer Stellvertreterin Maria Zumfeld (hinten l.) sowie Marion Peters, Leiterin Abteilung Gesundheit und Pflege beim Caritasverband (hinten r.).

Wassenberg. Eine dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin bei der Caritas-Pflegestation Wassenberg liegt nun hinter Melanie Mönius. Für das mit Bravour bestandene Examen dankten ihr Marion Peters, Leiterin Abteilung Gesundheit und Pflege beim Caritasverband für die Region Heinsberg, Gabriele Craß, Leiterin der CPS Wassenberg, und ihre Stellvertreterin Maria Zumfeld mit einem Blumenstrauß, einer Caritas-Anstecknadel und Armbanduhr.

„Vielen ist nicht bekannt, dass auch unsere Caritas-Pflegestation in Wassenberg ausbildet“, sagt Marion Peters. Das bestandene Examen von Melanie Mönius sei eine gute Gelegenheit, darauf zu verweisen sowie gleichzeitig sie für ihr Engagement zu ehren.

Mit über 40 Jahren sei es nicht selbstverständlich, dass man noch einmal eine Ausbildung mache, erklärt Gabriele Craß. Befragt zu ihrer Motivation, erzählt Melanie Mönius, dass sie nach einer langen Zeit als Hausfrau und Mutter zunächst einen Altenpflegehelferinnenkurs absolvierte. Die Wahl habe sie ganz bewusst getroffen, da sie gerne mit älteren Menschen zu tun habe und auch ihre Oma gepflegt habe.

„Gabriele Craß erkannte mein Potential und fragte mich danach, ob ich nicht eine Ausbildung zur Altenpflegerin machen wollte.“ Sie habe keinen Moment gezögert und die Chance ergriffen, so Melanie Mönius. Während der gesamten Ausbildungszeit, habe sie jegliche Unterstützung von Seiten der Mitarbeiter, Gruppenleiter und Praxisanleiter der CPS bekommen.

„Ich konnte jederzeit Fragen stellen und bekam viel Informationsmaterial“, bemerkt sie. Zufrieden mit ihrer engagierten Auszubildenden war auch Gabriele Craß, so dass sie sie nun nach dem Examen übernommen hat. Doch Melanie Mönius möchte sich noch weiterbilden.

„Ich bin im Moment im Lernen drin“, betont sie. Möglichkeiten diesbezüglich gibt es bei der Caritas-Pflegestation genug, angefangen vom Wundmanagement über den Praxisanleiter bis hin zur palliativen Pflege.

„Wer nicht eine langfristige Weiterbildung wie Melanie Mönius machen möchte, hat bei uns andere Möglichkeiten sich fort- und weiterzubilden“, erklärt Melanie Peters, indem sie auf den Fort- und Weiterbildungskatalog des Verbunds „Starke Partner – Pflegenetz“ im Kreis Heinsberg verweist.

Solche Gedanken liegen Angelina Ventura Gracio noch fern. Hat sie doch erst gerade mit der dreijährigen Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin in der Caritas-Pflegestation Wassenberg begonnen. Auch sie weiß bereits, dass die Altenpflege genau „ihr Ding“ ist.

Hatte sie doch bereits beim Bundesfreiwilligendienst in einem Heim für Menschen mit Behinderung mit Älteren zu tun. Weitere Einblicke gewann sie durch ihre Freundin, die auch eine Ausbildung in der Altenpflege macht und ihr viel erzählte.

Eigens für die Ausbildung in der ambulanten Altenpflege zog sie nach Wassenberg. Nun ist sie gespannt auf die Praktikumsblöcke, die nach Möglichkeit in den Einrichtungen der Starken Partner erfolgen.

Einen Schritt näher dem Examen ist dagegen Michaela Kramer, die nun im zweiten Lehrjahr ist. Auch ihr Berufswunsch, Altenpflegerin zu werden, war wohlüberlegt, nach dem sie unter anderem ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Altenheim und eine ein-jährige Ausbildung zur Altenpflegehelferin absolvierte. „Ich habe mich bei der Caritas beworben, weil ich in die ambulante Altenpflege will“, erzählt sie.

Hier sei man selbstständiger und habe mehr Zeit für die Patienten. „Viele unserer Mitarbeiter wissen die hohe Eigenverantwortung bei den Touren sowie die damit verbundene Freiheit zu schätzen“, bestätigt Gabriele Craß. In den Genuss dieser Selbstständigkeit jedoch kommen nur die examinierten Altenpflegerinnen.

„Unsere Auszubildenden fahren keine Touren alleine und werden auch nicht im Dienstplan eingeplant“, so Craß. Sie würden immer von einer examinierten Mitarbeiterin begleitet. „Denn sie sollen ja noch viel lernen.“

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