Musikkorps Braunsrath begeistert beim Herbstkonzert

Von: Utz Schäzle
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Konzert
Musikcorps Braunsrath spielt unter der Leitung von Steven Walker sein Herbstkonzert. Foto: Utz Schäzle

Waldfeucht-Braunsrath. Wenn man an einem Wochenende die Festhalle Oberbruch an zwei Konzertabenden voll bekommt, dann ist das schon eine enorme Leistung. Wenn man dann auch noch die Besucher restlos begeistern kann, dann wird das ein vollkommenes Konzerterlebnis. So geschehen beim Herbstkonzert des Musikcorps Braunsrath unter der Leitung von Steven Walker.

Was der versierte Dirigent mit seinem sinfonischen Blasorchester geleistet hat, ist fantastisch. Bei seinem Amtsantritt vor zwei Jahren hatte Steven Walker angekündigt gute, anspruchsvolle Musik zu spielen, dem Publikum bekannte und beliebte Blasmusik zu bieten, gut klingende Arrangements zu verwenden und nicht zu guter Letzt das Orchester wieder auf ein gutes hohes musikalisches Niveau zu bringen.

Das ist ihm jetzt gelungen. Voller Orchesterklang, strahlende Harmonien, wohlklingende Klangbilder und eine Vielzahl von Klangfarben – das Orchester ist ein homogener Klangkörper.

Vollkommener Wohlklang

Ob Klassik, Filmmusik, Musical, Big Band oder originale Blasmusik – das Musikcorps Braunsrath spielte in Oberbruch auf hohem Niveau, mit einer großen Portion Leidenschaft und dem Ziel, das Publikum mit seiner Begeisterung für die Musik anzustecken.

Und dann noch der hervorragende Moderator Thorsten Neumann, der mit Geist, Witz und Charme für eine professionelle Präsentation des Orchesters sorgte. Er gab informative Einblicke in historische Hintergründe und brachte heitere Beiträge zu den musikalischen Darbietungen.

Mit dem Inbegriff klassischer Musik schlechthin, der Eröffnungsfanfare aus Richard Strauss‘ Tondichtung „Also sprach Zarathustra“, wurde das Konzert eröffnet. Der prunkvolle „Königsmarsch“ und das gefühlvolle Lied „Allerseelen“ von Richard Strauss waren ein gelungener musikalischer Beitrag zum Strauss-Jahr 2014, wo sich doch dessen Geburtstag zum 150. Mal jährt. Ausdrücklich für Blasmusik geschrieben ist die „Ouvertüre für Harmoniemusik“ von Mendelssohn Bartholdy, deren hohen technischen Anforderungen sich das Musikkorps Braunsrath hervorragend gewachsen zeigte.

Das perlte, floss, trennte und vereinte sich, mal mit den Flöten, mal mit den Klarinetten im Vordergrund und im Tutti von vollkommenem Wohlklang. Ein fulminantes musikalisches Spektakel entflammte bei „Moses und Ramses“, in einer zeitgenössischen Komposition von Satoshi Yagisawa. Steven Walker übertrug dabei seine eigene Begeisterung für die Musik wirkungsvoll auf das ganze Orchester.

Starkes Flötenregister

Bekannte Filmmelodien erklangen bei „Great Moments in Cinema“ mit Musik aus „Der weiße Hai“ oder „Krieg der Sterne“ des Komponisten John Williams. Danach bekam das Publikum den berühmten „Libertango“ in Vollendung zu hören, gewürzt mit winzigen Abweichungen oder Verzögerungen, die dem Ganzen einen zusätzlichen eigenen Charme verliehen. Solistisch tat sich dabei das Flötenregister mit Gerald Palmen, Inge Jörißen und Gereon Schröders hervor.

Dem Blasorchester förmlich auf dem Leib geschrieben hat Steve Walker als Arrangeur die „Bohemian Rhapsody“. Unheimlich gefühlvoll und mit enorm großem Ton brillierte Solist Lukas Frenken mit dem Euphonium beim weltberühmten „Moonriver“.

Bei „Sinatra in Concert“ und bei „Soul Bossa Nova“ zeigten die Musiker, was in ihnen steckt: die Fähigkeit, sich flexibel auf Stilrichtungen einzulassen, die nicht unbedingt zur traditionellen Blasmusik im herkömmlichen Sinne gehören. Dabei waren Timo Sturmann mit der Trompete und Jan Schroeder mit der Posaune als Solisten zu hören.

Mit „Feeling Good“ und dem „Latin Gold“ ging das überaus erfolgreiche Konzert des Musikcorps Braunsrath zu Ende. Mit anhaltendem kräftigen Applaus und stehenden Ovationen konnten dann noch einigen Zugaben für das begeisterte Publikum herausgeklatscht werden.

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