Mord in Erkelenz: 5000 Euro Belohnung

Von: disch
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leiche immerath
Tod auf offenem Feld: Die Spurensicherung untersucht den Fundort der Leiche des Augenarztes Udo Schmitz auf einem Acker bei Immerath. Foto: Peter Kerkhoff

Erkelenz. In den Ermittlungen nach dem Mord in Erkelenz, bei dem ein 51-jähriger Augenarzt durch zahlreiche Schüsse aus einer Schnellfeuerwaffe getötet worden war, gibt es „nichts Neues”, hat der Mönchengladbacher Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff am Dienstag auf Anfrage zum Stand der Ermittlungen gesagt.

Alle Hinweise und Spuren, die bislang ausgewertet worden seien, hätten nicht zu dem Täter oder den Tätern geführt. Es gebe weiterhin „keine heiße Spur”, so Aldenhoff. In einer gemeinsamen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und Mordkommission Aachen wurde am Dienstag von einer Belohnung in Höhe von 5000 Euro berichtet, die in diesem Fall von den Eltern des Mordopfers ausgesetzt worden sei.

Die intensiven Ermittlungen und die bisherigen Hinweise aus der Bevölkerung hätten noch nicht zur Aufklärung der Straftat geführt, heißt es in der Erklärung. Deshalb sei für die Beamten die Beantwortung verschiedener Fragen wichtig:

- Wer hat am Freitag, 8. Januar, nach 18 Uhr im Bereich von Erkelenz an der KarlRobert-Bosch-Straße (dort lebte das Mordopfer) oder im Bereich des Fundortes der Leiche im Feld nahe Immerath / Landstraße 19 verdächtige Beobachtungen gemacht?

- Wer kann Angaben zur Person und den Lebensumständen des Mordopfers machen?

- Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falls beitragen können?

Staatsanwaltschaft und Mordkommission betonten in diesem Zusammenhang: „Mag dem Einzelnen seine Beobachtung oder Information auch unbedeutend erscheinen, kann sie für die Ermittler dennoch ein wichtiger Mosaikstein für die Aufklärung des Verbrechens sein.”

Hinweise werden erbeten an die Mordkommission Aachen, die zurzeit in Erkelenz erreichbar ist unter Telefon 02431/9905707 oder 02452/9200.

Derweil berichtete der Express, es solle bei der Spurensicherung auf dem verschneiten Feld zu Pannen gekommen sein. „Sind vielleicht wichtige Hinweise in der Dunkelheit zertrampelt worden?” Diese Frage stellte die Zeitung.

Wie Peter Aldenhoff am Dienstag dazu erklärte, seien der Staatsanwaltschaft als Ermittlungsbehörde Fehler seitens der Polizei nicht bekannt.

Der Oberstaatsanwalt erinnerte daran, dass die äußerst widrigen Witterungsverhältnisse mit Schnee und Wind an jenem (vom Sturmtief Daisy geprägten) Januar-Wochenende dazu geführt hätten, dass die Bedingungen für die Spurensicherung „nicht optimal” gewesen seien und folglich auch das Spurenbild „nicht optimal” gewesen sei. Dies könne aber nicht der Polizei angelastet werden.
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