Erkelenz - Mit der alten D-Mark lässt sich immer noch Gutes tun

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Mit der alten D-Mark lässt sich immer noch Gutes tun

Von: hewi
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Sie werben für die Aktion „Eine Mark für das Hospiz“: Wolfgang Salz (links), Ulrike Clahsen und Josef Füßer. Foto: Koenigs/Stefan Klassen

Erkelenz. Vor rund einem Monat starteten das Hermann-Josef-Krankenhaus und die Kreissparkasse Heinsberg ihre gemeinsame Aktion „Eine Mark für das Hospiz“. Bis Ende des Jahres kann man noch seine alten DM-Bestände zugunsten des Erkelenzer Hospizes spenden. „Fast in jedem Haushalt findet man noch alte Geldmünzen und Scheine“, weiß Verwaltungsdirektor Wolfgang Salz vom Hermann-Josef.

Denn nach offiziellen Schätzungen sind noch Milliardenbeträge der alten Mark in Deutschland zu finden – ob aus sentimentalen Gründen oder anfänglichem Misstrauen gegen die neue Währung Euro, sei dahingestellt. Im Laufe der Jahre vergessen viele Menschen, dass sie die alten Scheine und Münzen noch irgendwo „gebunkert“ haben oder denken, sie seien mittlerweile nichts mehr wert. Das Geld kann jedoch immer noch in Euro umgetauscht werden, allerdings machen davon kaum Privatpersonen Gebrauch.

Die Kreissparkasse wird das gespendete Geld umtauschen und dem Hospiz auszahlen. Denn das Hospiz muss satzungsgemäß jedes Jahr zehn Prozent seines Kostenbedarfs durch Spenden decken. Und dies fällt nicht immer leicht, wie die Hospizleiterin Ulrike Clahsen weiß. „Mit dem Spendenaufkommen decken wir den Ist-Zustand“, betonte sie schon bei der Vorstellung der neuen Aktion. „Doch die Arbeit des Hospizes hat sich verändert und stellt deshalb auch andere Anforderungen.“

Mehr als 500 Umschläge

Nach rund einem Monat zogen Josef Füßer von der Kreissparkasse, Clahsen und Salz eine erfreulich positive Zwischenbilanz. Über 500 Umschläge mit Markbeträgen sind mittlerweile bei der Sparkasse abgegeben worden, die das Geld sammelt und dann zum Umtausch weiterleitet. Füßer ist optimistisch, was die Spendensumme betrifft, die bis Jahresende noch zusammenkommen wird. „Wenn man die zugeklebten Umschläge betastet, merkt man, dass auch viele Geldscheine darin sind“, erklärte er bei der offiziellen Zwischenbilanz im Krankenhaus.

Für ihre Kunden bietet die Kreissparkasse seit der Währungsumstellung die Möglichkeit, unentgeltlich DM-Scheine in Euro umzutauschen. Bereits kurz nach der Währungsumstellung hatten die Sparkasse und das Hospiz bei der Aktion „Schlafmünzen“ rund drei Tonnen Münzen und vier Kilo Papiergeld an ausländischen Währungen aus 80 Ländern für die Unterstützung der Arbeit des Hospizes zusammen bekommen. Das Geld kam wie bei allen Spenden an das Hospiz den Bewohnern direkt zugute.

„Jeder auch noch so kleine Betrag hilft dem Hospiz, den Bewohnern ihren letzten Lebensweg so angenehm und lebenswert wie möglich zu gestalten“, betonte Clahsen. Deshalb hoffen sie und Wolfgang Salz, dass bis zum Jahresende noch viele Umschläge im Hospiz oder in einer der Sparkassenfilialen abgegeben werden.

Derzeit erleben die Mitarbeiter des Hospizes häufig Szenen, die zum Schmunzeln anregen. „Eine ältere Dame kam zu uns ins Hospiz und brachte Geldscheine mit“, erzählte Clahsen. Eigentlich hatte sie die für ihre Enkel aufbewahrt, um denen einmal zeigen zu können, „wie früher das Geld aussah“. Das kann sie immer noch, denn sie kopierte die Geldscheine und spendete sie dann dem Hospiz. „Die Bereitschaft der Menschen zu helfen ist enorm“, erklärte Clahsen.

Sparkassenmann Füßer nahm es mit gemischten Gefühlen hin. Denn eigentlich darf man Geld nicht kopieren, da dies strafbar sei, betonte er. Für Füßer ist es selbstverständlich, dass die Kreissparkasse sich an der Aktion beteiligt. „Gute Aktionen zu unterstützen und zu fördern gehört zu den Aufgaben der Sparkasse“, betonte er.

Spannung bis zur Auszählung

Wie viel am Ende zusammengekommen ist, wird man im Januar wissen, wenn die Inhalte der Spendenumschläge und der roten Sparschweine, die in allen Filialen der Sparkasse stehen, zusammengezählt wurden. Denn bislang wurde das Geld nur nach Währungen vorsortiert. Bis zur abschließenden Auszählung kann man also noch gespannt sein.

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