Millionenloch im Etat werden auch die Bürger spüren

Von: kalauz
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Hückelhoven. Es sieht nicht gut aus mit der finanziellen Situation der Stadt Hückelhoven im laufenden Haushaltsjahr: Die Stadt nimmt weniger Steuern ein, als Kämmerer Helmut Holländer in seinem Haushalt eingeplant hatte.

Mögliche Folge: Man wird wohl nach der Sommerpause einen Nachtragshaushalt aufstellen müssen.

Unterhaltungsbudget kürzen

„Derzeit scheint es nicht möglich, den Haushalt 2014 auszugleichen“, sagte Holländer den Stadtverordneten in der letzten Sitzung des Rates vor den Ferien. Statt der für den Haushalt des laufenden Jahres eingerechneten 12,8 Millionen Euro an Gewerbesteueraufkommen sind bisher erst rund zehn Millionen Euro verbucht worden. „Und es gibt keine Signale, dass sich das noch ändert“, sagte Holländer. Er rechnet – Stand heute – mit einer Deckungslücke von rund 2,5 Millionen Euro. Auch, weil bei der Unterbringung von Asylbewerbern viel mehr Ausgaben anfallen, als noch Ende vergangenen Jahres geplant war.

Während Holländer bei der Vorstellung des Entwurfes des Jahresabschlusses 2013 von einem „erfreulichem und äußerst zufriedenstellenden Jahr – die Stadt verzeichnete mit 13,2 Millionen Euro die zweitbeste Einnahme nach dem Krieg – sprach, kündigte er, wenn auch sehr moderat, für das kommende Jahr Einsparungen auch bei Stellen an, die die Bürger unmittelbar zu spüren bekommen: „Das in den beiden letzten Jahren erheblich ausgedehnte Unterhaltungsbudget muss gegebenenfalls zurückgefahren werden.“

Weiterhin geordnete Finanzen

Aber, um dem Ganzen ein wenig von der innewohnenden Dramatik zu nehmen, versicherte Holländer auch: „Bei einem Eigenkapital von rund 100 Millionen Euro droht keine Überschuldung. Die Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes wird auch in den kommenden Jahren nicht notwendig sein.“

Fazit des Kämmerers: „Die finanzielle Situation der Stadt Hückelhoven ist geordnet.“

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