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Mehrheit lehnt Antrag zu Neubau an Betty-Reis-Schule ab

Von: Anna Petra Thomas
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Keine schnelle Alternative zu den Ofra-Trakten an der Betty-Reis-Schule. Die erteilt einem Antrag von SPD, Linken und Grünen eine Absage. Die Union bleibt dabei, dass sich mittelfristig etwas tun soll. Foto: Gerhards

Wassenberg. Der gemeinsame Antrag von der Fraktionen von SPD, Grünen und Linken an den Stadtrat, einen geplanten Neubau auf dem Gelände der Betty-Reis-Gesamtschule schon in diesem Jahr zu beginnen, hat keine Mehrheit gefunden.

Die Vertreter der drei Parteien hatten ihren Antrag damit begründet, dass Feuchtigkeit durch die Grundmauern der bestehenden, sogenannten Ofra-Trakte eindringen sowie Schimmel und Moder sich ausbreiten und zu Geruchsbelästigungen führen würden. Zudem seien die Schwingungen der Deckenkonstruktion bedenklich. Und Isolierung und Lüftungsmöglichkeiten würden als nicht ausreichend erachtet.

Vor der Abstimmung hatte Marcel Maurer, stellvertretender Fraktionsvorsitzendender der CDU, dem Antrag widersprochen. Im April 2016 habe der Schul-, Sozial- und Jugendausschuss in der Schule getagt. Dabei sei der Zustand weder von der Schulleiterin noch von anwesenden Lehrkräften bemängelt worden, führte er aus. In der Sitzung am 12. Dezember sei dann fraktionsübergreifend ein Konsens dahingehend erzielt worden, dass ein neues Gebäude an Stelle der Ofra-Trakte mittelfristig in einem Zeitraum von fünf bis sieben Jahren geschaffen werden solle. Dafür genutzt werden sollten Mittel aus dem Investitionsprogramm „Gute Schule 2020“ die bis zum Jahr 2020 abgerufen werden könnten.

„Der jetzige Antrag zum Neubau an der Betty-Reis-Gesamtschule steht nicht nur im Widerspruch zu der im Ausschuss geäußerten, beabsichtigten zeitlichen Vorgehensweise“, erklärte Maurer, „er ist in dieser Form auch nicht zustimmungsfähig, da die Machbarkeit weder in planerischer noch in finanzieller Hinsicht auch nur annähernd überschaubar ist.“ Die CDU-Fraktion halte daher an ihrem Standpunkt für eine mittelfristige Umsetzung fest. Und sie wolle zunächst die Prüfung der Verwaltung im Hinblick auf die planerische und finanzielle Machbarkeit abwarten.

„Es ist dringend notwendig, dass jetzt etwas passiert“, hatte dagegen SPD-Fraktionsvorsitzende Sylke Konarski am Antrag festgehalten. Die Verwaltung werde sich in diesem Jahr mit dem Thema beschäftigen und die Ergebnisse vor den Haushaltsberatungen präsentieren, hatte Kämmerer Willibert Darius gesagt.

Eine gute Sache zerreden

„Wichtig ist, dass bald etwas passiert“, forderte auch Robert Seidl, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Das wäre jedoch so, als würde man erst ein Auto kaufen und dann mal überlegen, woher man das Geld nehme, konterte Maurer. Er könne nicht verstehen, warum eine so gute Sache zerredet werde, schaltete sich Bürgermeister Manfred Winkens (CDU) in die Debatte im Rat ein.

Der Bitte von Konarsky, doch jetzt zumindest vor der nächsten Sitzung des Schulausschusses einen aktuellen Stand der Dinge mitzuteilen, entsprach Darius nicht. „Nein, rechtzeitig vor den Haushaltsberatungen“, sagte er.

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