Whatsapp Freisteller

Mahlwerke öffnen am 20. Deutschen Mühlentag ihre Tore

Letzte Aktualisierung:
5495470.jpg
Am Pfingstmontag findet der 20. Deutsche Mühlentag statt. Die vier Windmühlen im Kreisgebiet – wie hier in Waldfeucht – werden wieder das Ziel vieler Besucher sein.
5476819.jpg
xxxxxxx

Kreis Heinsberg. Die Windmühlen erwachen wieder aus ihrem Dornröschenschlaf, wenn der 20. Deutsche Mühlentag am Pfingstmontag, 20. Mai, stattfindet. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre gehört der Besuch der Mühlen zum festen Bestandteil im Terminkalender einer interessierten Öffentlichkeit.

Die zahlreich geöffneten Mühlen ermöglichen unzähligen Menschen, ob Jung oder Alt, interessante Einblicke in das Mühlenleben. Für viele ältere Leute bedeutet der Mühlentag eine Reise in die Vergangenheit, weil manche Erinnerungen „an früher“ zum Leben erweckt werden.

Hochtechnologie

Kinder und Jugendliche haben die einmalige Gelegenheit, aus der heutigen Hochtechnologiewelt heraus die einfachen, aber wirkungsvollen Mühlentechniken kennen zu lernen. Wenn am Pfingstmontag von der Nord- und Ostsee bis hin zu den Alpen die Wind- und Wassermühlen ihre Tore öffnen, dann verbindet sich damit eine Spurensuche, die eine über 1000-jährige Technik- und Kulturgeschichte umfasst. Wasser- und Windmühlen stellen ein unablässiges Spiegelbild menschlichen Erfindungsgeistes von der Antike bis in die Neuzeit dar. Kaum eine andere Technologie hat über einen so langen Zeitraum in so vielfältiger Ausprägung die Geschichte der Menschheit beeinflusst und gestaltet. Gelang es doch dem Menschen, die Naturkräfte des Wassers und später des Windes für sich nutzbar zu machen und dadurch menschliche und tierische Arbeitskraft zu ersetzen.

Es waren die ersten von Menschen erdachten Energiemaschinen, die das Gesellschaftsleben weiter Teile Europas veränderten. Weit mehr noch als die spätere Erfindung der Dampfmaschine. Die Erhaltung von Wind- und Wassermühlen als historische Bauzeugen dieser technischen und wirtschaftlichen Entwicklung über viele Jahrhunderte findet in der Öffentlichkeit ein immer größer werdendes Interesse. Die seit Jahren ständig steigende Zahl der am Deutschen Mühlentag teilnehmenden Mühlen ist dafür ein sicherer Beweis.

Innerhalb von rund zehn Jahren hat sich die Zahl von 400 teilnehmenden Mühlen auf nunmehr etwa 1200 verdreifacht.

Unter der Federführung des Vereins Historische Mühlen im Selfkant beteiligen sich in diesem Jahr wieder alle fünf Mühlen im Selfkant am Deutschen Mühlentag. Damit stellt die Selfkantregion das größte Potenzial im Bereich des Rheinischen Mühlenverbandes. Die vier Windmühlen in Breberen, Waldfeucht, Haaren und Kirchhoven-Lümbach sind in der Zeit von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Nach umfangreichen Reparaturen ist die Haarener Mühle wieder mahlfähig. Bei genügend Wind werden sich alle vier Windmühlen drehen.

Modelle und Bilder

Der Mühlenexpress, ein Oldtimerbus der WestEnergie, fährt (gegen Entgelt) vom Bahnhof der Historischen Selfkantbahn in Schierwaldenrath die Windmühlen in Waldfeucht und Breberen an. An der Mühle Waldfeucht sind am Mühlentag Modellmühlen und Mühlenbilder ausgestellt. In der „Villa Clarissa“ neben der Kirchhovener Mühle werden interessante Schaustücke, Bilder und Infotafeln zur Mühlengeschichte gezeigt und erläutert.

Die Windmühle Breberen bildet die Kulisse für einen ökumenischen Gottesdienst, der hier um 16 Uhr stattfindet. An allen vier Mühlen findet eine Bewirtung der Gäste statt: Windmühle Kirchhoven-Lümbach: Am Barista-Mobil kann man europäische Kaffeeklassiker und edle Schokoladen genießen.

Der Verein Historische Mühlen lädt dort zu Kaffee und Kuchen und Erfrischungsgetränken ein. Windmühle Haaren: Hier hat die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Waldfeucht eine Cafeteria eingerichtet. Windmühle Waldfeucht: Grillspezialitäten, frisch gebackene Waffeln und Erfrischungsgetränke. Windmühle Breberen: Das Café „Aan de Müehle“ mit herrlichem Blick auf die historische Mühle lädt zum Verweilen ein.

Die mittlerweile zwölf „Freiwilligen Müller“ werden an den vier Windmühlen ihre bisher erworbenen Kenntnisse demonstrieren. An allen Mühlen, die kostenlos besichtigt werden können, finden Führungen durch die Mühlenbetreiber und die „Freiwilligen Müller“ statt.

An Informationsständen informiert der Verein Historische Mühlen im Selfkant über die Arbeit und die Ziele des Vereins.

Nähere Auskünfte unter Telefon 02455/39934, E-Mail: j.vraetz@waldfeucht.de.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert