Heinsberg-Waldenrath - Leichenfund eines Soldaten: Keine einfache Arbeit

Leichenfund eines Soldaten: Keine einfache Arbeit

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Heinsberg-Waldenrath. Eine Soldatenleiche wurde in diesen Tagen aus einem Feld zwischen Waldenrath und Pütt geborgen und umgebettet. Es handele sich um einen deutschen Soldaten, so Volker Schneider, der die Leiche barg und über die schwierige Arbeit erzählte.

Für viele eine Vorstellung, die einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt, für Volker Schneider allerdings eine Herzensangelegenheit: Die Gebeine gefallener Soldaten bergen und sie der letzten Ruhe zuführen zu können.

Bereits seit über 20 Jahren ist Volker Schneider derjenige, der unterwegs ist wenn irgendwo die Leiche eines Soldaten aus den Weltkriegen gefunden wird. Zumeist sind dies Zufallsfunde, so wie im aktuellen Fall.

Der Sprengmittelräumdienst war bei der Untersuchung des Bodens für den Neubau einer Straße auf die menschlichen Überreste gestoßen. Wie sich herausstellte, handelte es hierbei um die Leiche eines deutschen Soldaten, der nun nach weit über 60 Jahren endlich seine letzte Ruhestätte finden kann.

„Dies ist bei weitem kein Einzelfall, gerade in der westlichen Grenzregion von der Eifel bis hoch nach Goch”, so Schneider. Er rechnet damit, dass in diesem Bereich tausende Soldaten liegen, aber eine gezielte Suche mehr als schwierig sei.

Ausrüstung geplündert

Mangelndes Interesse macht er hierfür verantwortlich, auch in manchen öffentlichen Bereichen. Wenn zufällig eine Leiche, wie jetzt geschehen, gefunden werde so würde sie natürlich umgebettet. Ansonsten würde in diese Richtung viel zu wenig geschehen. Schwierigkeiten bereiteten aber auch Militaria-Sammler, gerade im Grenzgebiet zu Belgien, die solche Funde nicht entsprechend melden, sondern die Ausrüstung der dort liegenden Soldaten regelmäßig plünderten.

Abgesehen davon, dass sie sich ja auf Grund der dort zum Teil vorhandenen Munition und Sprengsätze selber in Gefahr brächten, erschwerten sie auch die Möglichkeit, den dort liegenden Soldaten eine letzte Ruhestätte zu bieten oder sie gar zu identifizieren. Denn oftmals wären auch nach den vielen Jahren Verwandte froh, wenn sie erfahren könnten, dass der Soldat nun ordentlich beerdigt sei.

Bei Wind und Wetter

Die Arbeit ist nicht leicht, die dort getan wird, bei Wind und Wetter in Löchern im Feld zu arbeiten um Gebeine zu bergen. Doch solange er es körperlich noch schaffe, werde Volker Schneider diese Aufgabe auch weiter übernehmen.

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