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Leader-Bewerbung: Neuer Impulsgeber

Von: dawin
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Alle für eine Sache: Heinz-Josef Schrammen, Bernhard Tholen, Wolfgang Dieder und Herbert Corsten (v.l.) machen sich für die Leader-Region stark. Begleitet wird die Bewerbung durch Hans-Otto von der Heide und Sebastian Schütt von VDH Projektmanagement. Foto: dawin

Heinsberg. Zunächst sah es nicht danach aus. Doch nun soll sie in neuer, in erweiterter Form wieder aufleben. Die drei Westkommunen Gangelt, Selfkant und Waldfeucht, die von 2008 bis 2013 gemeinsam unter dem Leader-Label „Der Selfkant“ firmierten, werfen gemeinsam mit der Stadt Heinsberg den Hut in den Ring: Das Quartett wird sich um die Anerkennung als Leader-Region für die neue Förderperiode bewerben.

Die drei Westkommunen Gangelt, Selfkant und Waldfeucht, die von 2008 bis 2013 gemeinsam unter dem Leader-Label „Der Selfkant“ firmierten, werfen gemeinsam mit der Stadt Heinsberg den Hut in den Ring: Das Quartett wird sich um die Anerkennung als Leader-Region für die neue Förderperiode bewerben. Über Gründe, Antrag und Prozedere informierten im Heinsberger Rathaus die Bürgermeister Wolfgang Dieder (Heinsberg), Bernhard Tholen (Gangelt), Herbert Corsten (Selfkant) und Heinz-Josef Schrammen (Waldfeucht) sowie Hans-Otto von der Heide und Sebastian Schütt vom VDH Projektmanagement. Das Erkelenzer Planungsbüro begleitet den Bewerbungsmarathon und erarbeitet das Konzept für den Antrag.

Das Interesse der Stadt Heinsberg hatte den Funken für Leader neu entfacht. „Ich habe das Geschehen um Leader in der Vergangenheit aufmerksam verfolgt und gesehen, dass man mit der Förderung einiges bewegen kann. Das ist der Grund, warum die Stadt mit im Boot ist. Verlieren kann man nichts, man kann nur gewinnen“, erläutert Dieder die Heinsberger Teilnahme. Doch vor dem Gewinnen muss noch mächtig reingeklotzt werden, um überhaupt im landesweiten Wettbewerb als Leader-Region anerkannt zu werden.

Gute Ideen, Vorschläge und Anregungen müssen her, um mit dem in den EU-Richtlinien geforderten „Regionalen Entwicklungskonzept“ (REK) beim Land, das über den Zuschlag entscheidet, punkten zu können. „Wir müssen dabei die Bevölkerung mit einbinden. Der Entscheidungsprozess verläuft von unten nach oben“, erklärt Tholen. Und VDH-Geschäftsführer von der Heide ergänzt: „Die Projekte müssen in den Köpfen engagierter Bürger entstehen.“ Und genau diesem Zweck dient die offizielle Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 20. November, 19 Uhr, im Ratssaal in Selfkant-Tüddern. „Dort werden Ablauf und Struktur von Leader der Öffentlichkeit erläutert. Jeder Einzelne, jeder Verein, jede Organisation ist aufgefordert, sich in den Prozess einzubringen. Es werden an diesem Abend die verschiedenen Handlungsfelder, die im Konzept ihren Niederschlag finden, ausgearbeitet“, sagt Corsten. „Auswahlkriterium bei dem Förderwettbewerb ist die Darstellung einer lokalen Entwicklungsstrategie. Da gilt es, zu überzeugen“, meint Heinz-Josef Schrammen.

Eine Menge Arbeit, die da auf die vier Kommunen zukommt, bis das Bewerbungspaket geschnürt ist. Der Antrag auf Förderung muss bis zum 16. Februar 2015 gestellt sein, entschieden wird hierüber in der zweiten Jahreshälfte. Hoffnung auf Anerkennung darf sich das Quartett nach Einschätzung von Corsten durchaus machen: „Wir demonstrieren eine starke interkommunale Zusammenarbeit. Die vier Kommunen präsentieren außerdem mit mehr als 70 000 Einwohnern eine breite Basis und eine gemeinsam gewachsene Kultur.“

Im Falle eines Zuschlags könnten sich Heinsberg, Gangelt, Selfkant und Waldfeucht über Mittel freuen, die die lokale Entwicklung finanziell unterstützen. „Das Programm hat zum Ziel, den Wirtschafts- und Lebensraum im ländlichen Raum zu stärken. Genau das brauchen wir, wenn man bedenkt, dass die Region in der Summe eine beständig wachsende Einwohnerzahl aufweist – und das entgegen dem prognostizierten demografischen Trend. Mit Fördermitteln können wir uns für die Zukunft noch besser aufstellen“, betont Dieder. Für Schrammen steht fest: „Durch die Teilnahme Heinsbergs kommen neue Impulse hinzu, die zusammen mit den alten Erkenntnissen ein künftiges Leader-Projekt positiv beeinflussen.“

Tholen freut sich ebenfalls über den neuen Partner: „Damit können wir noch mehr Synergie-Effekte erreichen.“ Er hofft, neue Projekte in den 19 Gangelter Ortsteilen entwickeln und umsetzen zu können, um das dörfliche Leben zu beleben. Die grobe Marschrichtung ist also klar. Was noch fehlt, ist ein gemeinsames Label für die Leader-Region, unter dem sich alle Vier – im Falle einer Anerkennung natürlich – wiedererkennen können. Bei der Namenssuche ist auch und vor allem die Bürgermeinung gefragt.

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