Kreis Heinsberg - Landrat Pusch: Neue Straßen setzen Impulse für Wirtschaft

Landrat Pusch: Neue Straßen setzen Impulse für Wirtschaft

Von: disch
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Blickte voraus auf das neue Jahr: Landrat Stephan Pusch.

Kreis Heinsberg. Landrat Stephan Pusch blickte in seiner Kreistagsrede zum Jahreswechsel nicht nur – wie berichtet – zurück auf die Feiern zum 40-jährigen Bestehen des Kreises Heinsberg, sondern auch voraus auf einige der Themen, die im neuen Jahr auf der Agenda stehen.

So äußerte der Landrat die Hoffnung, dass „die weitgehende Fertigstellung unserer Fernstraßen noch in diesem Jahrzehnt weitere Impulse für die Wirtschaft im Kreis Heinsberg setzt“. Bislang habe sich die Autobahn 46 diesbezüglich als „sehr förderlich“ erwiesen.

Pusch: „Ich bin überzeugt, dass mit dem Lückenschluss in Richtung Niederlande und Belgien diese positive Wirkung anhält. Wir als Kreis reagieren auf die infrastrukturellen Veränderungen und werden unser Kreisstraßennetz optimieren.“ Die EK 5, die in Kürze komplett für den Verkehr freigegeben werden könne, sei ein beredtes Beispiel dafür.

Berufliche Perspektiven vor Ort

Mit Blick auf den demografischen Wandel stellte Pusch fest, dass „wir noch stärker bestrebt sein müssen, junge Menschen im Kreis Heinsberg zu halten, in dem wir ihnen hier neben einem guten Wohnumfeld auch berufliche Perspektiven vor Ort bieten“. Auch dieses Thema werde 2013 weiterhin ganz oben auf der Agenda stehen. Der Kreistag habe im April 2012 einen Antrag einstimmig angenommen, in dem die Förderung der Berufs- beziehungsweise Berufsausbildungsinfrastruktur angesprochen worden sei. Dies habe er zum Anlass genommen, so der Landrat, nun im Jahr im neuen Jahr – nach jetzigem Stand Ende Februar – alle Akteure zusammenzubringen. „Es gilt hier, ein deutliches Zeichen zu setzen, um möglicherweise auch erste konkrete Ergebnisse zu erzielen. Dies sind wir den jungen Menschen in unserem Kreis schuldig.“

Im Bereich der Jobcenter sei der große organisatorische Wurf nicht gelungen. „Unser Wunsch ist nach wie vor das kommunale Jobcenter“, so Pusch. „Dafür werde ich mich weiter einsetzen.“ Doch zunächst einmal gelte es, im Benehmen mit der Bundesanstalt für Arbeit die organisatorische Reform unter Dach und Fach zu bringen. Unter dem Motto „Service aus einer Hand, weniger Wege und weniger Schnittstellen“ werde die Zahl der Jobcenter von bisher zwölf auf vier reduziert. „Die Konzentration auf vier Standorte wird – und das gilt vor allem auch für die Kundinnen und Kunden – Vorteile für alle bringen“, so die Einschätzung des Landrats.

In diesem Zusammenhang verwies er darauf, dass die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Kreis Heinsberg noch nie so niedrig gewesen sei wie zurzeit. Mit Einführung der neuen Sozialgesetzgebung – unter dem Namen „Hartz IV“ bekannt – sei die Zahl von 10500 auf den heutigen Tiefststand von 8700 gesunken. „Dies sei auch einmal erwähnt, auch wenn uns das nicht davon frei spricht, sich mit Sozialfragen weiter intensiv zu beschäftigen“, sagte Pusch.

Was wird aus der West?

Das Thema Neu- und Umstrukturierungen betrifft nach Worten des Landrats auch die West Energie und Verkehr. Vor dem Hintergrund des 2014 auslaufenden Pachtvertrages zwischen der West und der NEW sei die Neuausrichtung der West zu überdenken.

Denn mit einer Verlängerung dieses Pachtvertrages über die Energiesparte würden sich die Konditionen für die West und damit für den Kreis Heinsberg verschlechtern. Pusch bezeichnet es als eine wichtige Aufgabe dieses Kreistages, im neuen Jahr darüber nachzudenken, „in welche Richtung wir gehen werden“. Der Landrat zeigte sich davon überzeugt, dass die Entscheidung mit der Maßgabe getroffen werde, dem Kreis und seinen Bürgern in höchstem Maße zu nutzen.

„Auf einen solchen Nutzen hoffen wir auch für die reaktivierte Schienenstrecke Heinsberg – Lindern“, erklärte Pusch. 2012 seien die Vorarbeiten nicht mehr zu übersehen gewesen. Es gehe deutlich vorwärts. Der Landrat brachte die Hoffnung zum Ausdruck, „dass es im kommenden Jahr möglich ist, auch mit dem Zug zur Kreistagssitzung anzureisen“.

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