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Kunst und Kulinarisches locken mit Erfolg

Von: defi
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„Rock‘n Roll meets Brasil“ hieß es beim Sommer-Boulevard des Gewerbe- und Verkehrsvereins Heinsberg. Foto: defi

Heinsberg. Eine wird rundum zufrieden gewesen sein mit dem Sommer-Boulevard 2014 des Gewerbe- und Verkehrsvereins Heinsberg. Paula Wynands heißt sie, geht auf das Heinsberger Gymnasium und hatte bereits am Samstagmorgen ihr erstes Bild verkauft, als die Gruppe der offiziellen Eröffnungsgäste dieses Stadtfestes gerade bei ihrem Rundgang das Begas Haus als Endpunkt des Boulevards erreicht hatte.

35 Euro hat das Kunstwerk gekostet, und die junge Künstlerin verrät, sie habe drei Stunden an dem abstrakten Bild gemalt. Von ihrer Eule würde sich Paula allerdings nie trennen. Das gelungene Portrait des weisen Vogels hing noch am Stand der Schülerinnen und Schüler des Kreisgymnasiums, die zusammen mit ihrer Lehrerin Sabine Peter vor dem Begas Haus den Posten „Kunst“ beim Sommer-Boulevard präsentierten.

Als Motto des verkaufsoffenen Festwochenendes hatte sich der G&V „Treffpunkt Oberstadt – Kunst und Kulinarisches“ auserkoren. Das Begas Haus als Heinsbergs neue „gute Stube“, wie Thomas Back von der Raiffeisenbank bei der Eröffnung des Boulevards in Vertretung des Schirmherrn, Raiffeisenbank-Vorstand Thomas Giessing, das schmucke Museum am Torbogen nannte, sollte den Fokus auf die Alt- oder Oberstadt ziehen; Kunst und Kulinarisches den Gästen einen bislang „nicht so stark frequentierten Bereich“ schmackhaft machen, so der G&V-Vorsitzende Peter Gering.

Gülten Karadar führt das Damenoberbekleidungsgeschäft „Tragbar“. Es liegt in der besseren Hälfte des „nicht so stark frequentierter Bereichs“ an der Oberen Hochstraße, noch nahe an der etwas schwächelnden Fußgängerzone. Gülten Karadar hat auch ein Motto: „Nicht aufgeben, weitermachen.“ Die junge Geschäftsfrau hatte ihre Nachbarn zusammengetrommelt, um zum Sommer-Boulevard „Altstadtflair“ in die Obere Hochstraße zu zaubern. Eine, die mitmachte, war Sarah Versin. Ihr Bettenhaus Medorma liegt „gefährlich nahe“ am Torborgen, dort wo der Leerstand beginnt. Sarah Versin hat ihr inhabergeführtes Fachgeschäft gerade erst erweitert. „Ich finde, an so einem Fest sollte man sich beteiligen. Was tun und sich beteiligen, sonst wird es kein Fest.“ Und so fegt sie noch schnell das Trottoir; die hübsch mit bunten Schleifen dekorierten Blumenkübel stehen vor den Geschäften, und bunte Fähnchen wehen zwischen den Hauswänden.

Neben Paula, die ihre Eule im Auge behielt, stellten Künstler unterschiedlichster Couleur dem Publikum ihre Werke vor. Sarah Versin hatte die Heinsberger Künstlerin Christa Walters zu Gast und auch weniger Bekannte zeigten, wie schön sich mit Pinsel und Farbe gestalten lässt.

Kulinarisch trumpften das Restaurant Stohani, der Cuba Club und KonVinum in der „Altstadt“ auf. Häppchen wurden lecker zubereitet, mit kubanischer Musik der Band „Barbara y VaiVen Cubano“ gewürzt und fanden auf der „Restaurantmeile“ zufriedene Abnehmer. Im „Flair Paris“, dort wo die Hochstraße noch Apfelstraße heißt, bietet Carola van den Eynden seit 27 Jahren Dessous und Strümpfe an. „Frau van den Eynden, würden Sie jemandem empfehlen, in der Oberstadt ein Geschäft zu eröffnen?“ Carola van den Eynden denkt und sagt: „Kommt auf die Branche an, bei den Mieten. . .“ „Inhabergeführte Fachgeschäfte“ lautet auch hier die Überlebensformel.

Mal nicht auf dem Marktplatz, sondern auf dem Rathausvorplatz, etwas näher an der „Altstadt“, präsentierte der G&V sein Showhighlight zum diesjährigen Sommer-Boulevard. Sascha Klaar, der „Teufel am Piano“, begeisterte das Heinsberger Publikum bei freiem Eintritt mit Rock‘n‘Roll und Boogie-Woogie in seiner „Rock‘n Roll meets Brasil“-Show. Es war sein letztes Konzert vor der musikalischen WM-Teilnahme in Brasilien. „Bleib Deinem Herzen treu und sei, was du bist“, lautet das Motto des sympathischen Show-Pianisten.

Auf der übrigen Hochstraße brummte zum Sommer-Boulevard wie üblich das Geschäft. Das tolle Begleitprogramm hatte wie stets G&V-Marketingbeauftragter Günter Kleinen vorbereitet. „Wo der das alles hernimmt“, lobte Vorsitzender Peter Gering sichtlich zufrieden. Mit Kindertrödel, Automeile, Wahl der Blütenprinzessin und vielen Ständen bis hin zum Karussell war das Flanieren auf dem Sommer-Boulevard bei bestem Shoppingwetter für die Besucher ein Vergnügen.

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