Kunden mögen den Markt am neuen Ort

Von: Anna Petra Thomas
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Der Wochenmarkt auf dem Heinsberger Rathausplatz. Foto: Anna Petra Thomas
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Wolfgang Paulus und Jakob Gerards (von links) im Gespräch mit Thomas Alves und einer seiner Kundinnen. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Den Rathausplatz in der Innenstadt dauerhaft zu beleben, das hat sich im Heinsberger Rathaus vor allem der Erste Beigeordnete Jakob Gerards auf die Fahne geschrieben. Da die Eisbahn nach zwei Jahren für diese Advents- und Weihnachtszeit auf den Marktplatz wechselte, um dort zusammen mit dem Weihnachtsmarkt die Attraktion zum Jahreswechsel zu sein, wurde überlegt, den Wochenmarkt nicht auf den kleinen Parkplatz vor der Post zu verdrängen, sondern ihm den Rathausplatz zur Verfügung zu stellen.

 „In der Hoffnung, dass dies vielleicht auch eine Dauerlösung werden könnte“, so Gerards optimistisch.

„Einige der Markthändler waren jedoch zunächst ganz abgeneigt“, erinnert er sich. Es folgte eine groß angelegte Plakataktion mit Marktangeboten und passenden Sprüchen dazu, die überall in der Innenstadt ausgehängt wurden und auf den neuen Platz für den Wochenmarkt hinweisen. Die Händler konnten ihre Standorte auf dem Rathausplatz frei wählen. Zudem wurde ein Teil der Parkbuchten in der Apfelstraße für die Zeit des Wochenmarktes aus der Parkplatzbewirtschaftung herausgenommen, so dass Marktbesucher hier für eine begrenzte Zeit frei parken können.

Schönes Ambiente

Den Kunden gefällt der Wochenmarkt am neuen Platz, wie Gerards mittlerweile aus vielen Gesprächen weiß. „Das ist ein schönes Ambiente“, meint dann auch Monika Houben, die gerade hier ihre Einkäufe erledigt. Dass Anwohner mit den Marktständen vor ihrer Tür nicht so glücklich sind, hört man allerdings auch. „Wenn man aber zugleich die Apfelstraße belebter sehen möchte, dann muss man auch Zugeständnisse machen“, so Gerards.

Und die Händler selbst, was sagen sie? Sein Schwiegervater sei schon in den 1970er Jahren auf dem Markt gewesen, erklärt Thomas Alves von Blumen Lenzen. „Aber es ist wie befürchtet“, sagt er. Die Stammkunden würden ihm auch bis in den letzten Winkel des Industriegebiets folgen. „Aber die Laufkundschaft fehlt“. Auf 30 bis 40 Prozent datiert er den entsprechenden Ausfall an Umsatz für sich.

Der Rathausplatz sei besser als der Parkplatz, erklärt Textilhändler Roland Esser. Aber die Laufkundschaft fehlt auch ihm. Von 25 Prozent weniger spricht er, doch jetzt sei auch gerade nicht seine Saison.

Vielleicht sei es sinnvoll, nicht gleich nach dem 5. Januar, wenn der Weihnachtsmarkt schließt, eine Entscheidung über den weiteren Standort des Wochenmarktes zu fällen, sondern den Test auf dem Rathausplatz noch zu verlängern, um Erfahrungen zu sammeln, schlägt er Gerards vor, der sich zusammen mit Ordnungsamtsleiter Wolfgang Paulus ein Bild von der aktuellen Situation vor Ort macht.

Gerards will sich zu Beginn des neuen Jahres mit allen Händlern treffen, um mit ihnen gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln, die gewünschte Belebung des Rathausplatzes dabei fest im Blick.

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