Kosten prüfen und Luft kühlen

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Kühles Klima: Die Verbraucherzen-trale hält viele Infos zum Thema bereit. Foto: Stock/Blickwinkel

Erkelenz. In den vergangenen Jahren haben sie die Verkaufsflächen von Bau- und Elektromärkten Schritt für Schritt erobert: Raumklimageräte, die den hitzegeplagten Mitteleuropäern gerade in diesen warmen Tagen Entlastung von tropischen Temperaturen versprechen. Die Geräte schlucken jedoch nicht nur viel Strom, sondern bringen oftmals nicht einmal die erhoffte Abkühlung.

Dieter Wimmers, Energie-Experte der Verbraucherzentrale im Energieberatungsstützpunkt Erkelenz, kennt das Problem aus dem Beratungsalltag: „Im Sommer heizen sich viele Wohnungen schon mal auf über 30 Grad auf – das liegt definitiv außerhalb unserer Wohlfühlzone und kann sogar gesundheitsschädlich sein. Die kleinen Raumklimageräte erscheinen da als willkommener Ausweg, zumal sie oft vergleichsweise günstig sind.“

Richtig teuer werden könne jedoch der laufende Betrieb – 150 Euro Stromkosten und mehr können je nach Gerätealter und Einsatzdauer im Sommer schnell auflaufen, sagt Wimmers. Als Kostenfalle könnten sich vor allem die sogenannten Monoblockgeräte erweisen. Die einteiligen Geräte müssen die Abwärme durch einen Schlauch nach draußen transportieren, oftmals durch einen Tür- oder Fensterspalt. Wimmers: „Auf diesem Weg strömt aber natürlich auch kontinuierlich warme Luft zurück in den Raum.“

Die Folge: Das Gerät läuft auf Hochtouren, ohne dass die versprochene Kühlung eintritt. Zudem sind Kompressor und Lüfter der Monoblockgeräte ziemlich laut. Etwas effizienter – aber auch wesentlich teurer – seien sogenannte Splitgeräte, bei denen der lärmende Kompressor im Außenbereich montiert wird. Der Verbindungsschlauch für Stromleitung und Kältemittel wird durch die Wand zum Kompressor geführt. Auch Besitzern solcher Geräte rät Wimmers aber, sie nur bei Bedarf anzuschalten, beispielsweise vor dem Schlafengehen. Nachts sorgten geöffnete Fenster häufig schon für Abkühlung.

Bei Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Die halbstündige Beratung findet in der Erkelenzer Stadtbücherei, Gasthausstraße 5-7, statt und kann unter Telefon 02431/85336 oder energieberatung@erkelenz.de vereinbart werden.

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