Wassenberg - Konzert im Johanniter-Pflegeheim: Weltspitze kommt gerne

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Konzert im Johanniter-Pflegeheim: Weltspitze kommt gerne

Von: kkli
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Mit beeindruckenden Klängen unterstrichen Sopranistin Hyun-Jin Kwon und der Klaviervirtuose Toghhrui Huseyali ihr großes Talent, das sie stets weltweit unter Beweis stellen. Foto: Brehl

Wassenberg. Schon seit den 1990er Jahren kommen auch die Bewohner und Pflegebedürftigen der Johanniter-Pflegeheime in Wassenberg und Erkelenz einmal im Jahr in den Genuss ganz außergewöhnlicher Konzerte der Yehudi-Menuhin-Stiftung, die bundesweit ihre regelmäßige kulturelle Arbeit ausübt.

Mit großer Spannung wurde nach längerer Pause erwartet, welche Künstler diesmal im Kreis Heinsberg vorbeischauen würden. Mit Toghhrui Huseyali, einem Klaviervirtuosen der absoluten Sonderklasse aus Baku in Aserbaidschan und der Sopranistin Hyun-Jin Kwon aus Korea traten jetzt im Johanniterstift Wassenberg zwei Künstler auf, die getrost weltweit zu den Spitzen des musikalischen Nachwuchses gezählt werden dürfen.

Gemeinsam mit den „Johannitern“ vermittelt insbesondere die in Düren lebende Sibylle Schoeller immer wieder einen Kunstgenuss mit sozialen Hintergrund, der nicht hoch genug einzuordnen ist, zumal hier auch vielfach junge Künstler aus „Dritte-Welt-Ländern“ gefördert werden. Gerade dieser Schwerpunkt ist im Zeichen der vielfachen weltweiten politischen und wirtschaftlichen Veränderungen von enormer Bedeutung.

Es war schöne Musik, die Stille erweckte und zugleich Raum schaffte in den Herzen der gebannt lauschenden Heimbewohner. Diese Musik wirkte nach. Mit Hugo Wolfs „Italienischem Liederbuch“ und dem vielsagenden „Wer rief dich denn?“ folgten Hans Pfitzners „Alte Weisen“ als tief empfundene Gedanken eines Dichters, die in wunderbaren Tönen gefasst sind. Und dann erst Franz Schubert, der Meister des Liedes, dessen wunderbare Vertonungen tief empfundener Gedanken bis heute unerreicht geblieben sind. Den großen Meister Mozart in dieses Konzert zweier Ausnahmekünstler einzubinden, war fast schon selbstverständlich.

Ein türkisches „Rondo“ aus der Sonate KV 331 in A-Dur war schlechthin entzückend dargebracht. Mit Johannes Brahms, dem großen Meister des Liedes, und zwei Preluden von Garayev schloss die wundervolle Stunde des Liedes und der Musik.

Die beiden jungen Künstler sind zweifellos Ausnahmebegabungen, die ihren Weg schon machen und mit Sicherheit auch fortsetzen werden.

Yehudi Menuhin findet immer wieder Nachfolger. Sibylle Schoeller durfte zusichern, dass es weiterhin jedes Jahr wieder die Menuhin-Stiftung sein wird, die in Wassenberg und Erkelenz gerne für die dort lebenden und betreuten Menschen da sein wird.

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