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Kommentiert: St. Martin hätte seine helle Freude

Ein Kommentar von Rainer Herwartz

Es ist zweifellos eine der schönsten Geschichten aus dem christlichen Glaubensfundus. Wenn St. Martin seinen Mantel mit dem frierenden Bettler teilt, steht dies letztlich dafür, dass die Starken die Schwachen in ihrer Not nicht alleine lassen dürfen.

So simpel dies klingt, ist es doch ein wichtiges Fundament unserer Gesellschaft. Wie gut das auch in Heinsberg umgesetzt wird, zeigt die konzertierte Rettungsaktion des St. Martinszuges. Der Löschzug Stadtmitte ist mit seiner Belastbarkeit durch stetig steigende Anforderungen an seine Grenzen gelangt.

Dass er sich durch den Rückzug aus der Verantwortung für die Durchführung des St. Martinszuges ein wenig Luft verschaffen möchte, ist nachvollziehbar und nicht zu verurteilen. Beispielgebend ist allerdings, wie in Heinsberg mit dieser Situation umgegangen wird.

Der Ortsvorsteher ruft und mit dem Gewerbe- und Verkehrsverein sowie den beiden Kirchen sind wieder einmal unkompliziert und schnell zupackende Helfer zur Stelle, die der Feuerwehr zum Wohle hunderter Kinder unter die Arme greifen und die Last mit ihr teilen.

St. Martin könnte sich kaum ein schöner gelebtes Beispiel seiner Grundhaltung wünschen.

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