Wassenberg-Ophoven - Kinderkrebshilfe knackt die Marke von vier Millionen Euro

Kinderkrebshilfe knackt die Marke von vier Millionen Euro

Von: Anna Petra Thomas
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Die aktive „Mannschaft“ der Interessengemeinschaft „Hilfe für krebskranke Kinder“ zusammen mit den Gästen des Aachener Fördervereins, an den die meisten Spendengelder aus Ophoven gehen. Mit dabei auch Prof. Dr. Rolf Mertens (4.v.r.) Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Ophoven. Auch wenn es im vergangenen Jahr keinen Adventsmarkt in Ophoven gegeben hat, kann sich das Spendenergebnis der Interessengemeinschaft „Hilfe für krebskranke Kinder“ sehen lassen. Auf genau 175.734,26 Euro beläuft sich das Jahresergebnis, das Sprecher Wiljo Caron in den Räumen der ehemaligen Gaststätte Ritterbecks auch den Gästen des gleichnamigen Aachener Förderkreises übermitteln konnte.

Mehr noch: Mit dem Ergebnis des Jahres 2013 hat die Kinderkrebshilfe die Marke von vier Millionen Euro geschafft. Insgesamt beläuft sich das Spendenaufkommen seit Bestehen der Kinderkrebshilfe, also seit 1988, jetzt auf insgesamt 4,16 Millionen Euro. Trotz reduzierter Mannschaft zeige die Interessengemeinschaft nach wie vor großen Einsatz zum Wohle der an Krebs erkrankten Kinder. „Wir haben viele tolle Unterstützer im vergangenen Jahr gehabt, und auch die Spendenbereitschaft ist nach wie vor hoch“, erklärte Caron.

Wie in den Vorjahren geht mit 147.133,68 Euro auch dieses Mal ein großer Teil der Spendensumme an den Förderkreis Aachen. Die übrigen 28.600,58 Euro verteilen sich auf die familienorientierte Syltklinik Wenningstedt und die Direkthilfe, bei der betroffene Familien eine schnelle und unbürokratische Unterstützung erhalten. In der Syltklinik wird durch das Ophovener Spendengeld unter anderem die Halbtagsstelle einer zusätzlichen Kinderärztin mitfinanziert.

Einige Spender würdigte Caron besonders, darunter die Reserve-Mannschaft des SC Myhl. „Wir springen ein wenig für Ophoven ein“ habe hier das Motto für ein Turnier zugunsten der Kinderkrebshilfe gelautet. Zudem habe es auch gleich auf mehreren Weihnachtsmärkten Aktionen gegeben, so in Geilenkirchen, Wegberg und Wassenberg. In Wassenberg waren die Ophovener mit einem großen Stand dabei und auch der Erlös aus der Sammelaktion „Kinder helfen Kindern“ sei der Kinderkrebshilfe zu Gute gekommen. Wie vielfältig weiterhin die Spenden sind, die in Ophoven ankommen, erläuterte Caron am Beispiel einer größeren Summe aus einer Erbschaft.

Auch in diesem Jahr werden die Ophovener wieder auf diversen Stadtfesten oder Märkten anzutreffen sein, so auch an Christi Himmelfahrt schon traditionell auf dem Effelder Spargelfest. „Hier gibt es wieder eine Verlosung mit tollen Preisen“, so Caron. „Was wir können, werden wir tun mit unserer reduzierten Truppe“, versprach er den Gästen aus Aachen.

Direkte Familienhilfe

„Wir freuen uns, dass wir auch im Jahr eins danach hier sein dürfen“, erklärte Werner Harwardt, Vorsitzender des Aachener Förderkreis. Wie seine Begleiter aus dem Vorstand war er erstaunt über die Höhe der Spendensumme, die auch ohne Markt zusammengekommen war. Schwerpunkt der Verwendung sei auch weiterhin die direkte Familienhilfe, erklärte er. Darüber hinaus werde damit zudem die Arbeit von Prof. Dr. Rolf Mertens unterstützt, der sich bereit erklärt habe, seine Forschungsarbeit auch im Ruhestand weiter fortzuführen. „20.000, wenn sie das schaffen, das wäre ganz fantastisch, habe ich gedacht“, brachte Mertens dann selbst sein Erstaunen über die Höhe der Jahresspende zum Ausdruck.

Über ein viertel Jahrhundert habe es die Ophovener Initiative bereits geschafft, dass die Kinderonkologie „ein kleines Schmuckstücken“ im Aachener Klinikum sei. Damit sei es gelungen, eine Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen in Räumen, in denen lebensbedrohende Erkrankungen behandelt würden. Damit könnten auch die psychischen Belastungen für Schwestern und Ärzte aufgefangen werden. „Ihr seid schuld daran, dass ich 39 Jahre Onkologie gemacht habe“, sagte er den Ophovenern. „Da muss man einfach weitermachen.“

Studienergebnis

Im Rahmen seiner Studie zum Nasopharynxkarzinom (Nasenrachenkrebs) hat er in einer Studie mit 160 jungen Patienten den Nachweis erbracht, dass die Heilungschancen bei einer der Bestrahlung vorgeschalteten Chemotherapie die Heilungschancen von 50 auf über 90 Prozent gesteigert werden können. „80 haben es geschafft, die sonst gestorben wären“, so Mertens. Mittlerweile würden seine Studienergebnisse auch von anderen Kliniken in die Behandlung übernommen.

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